OBEP04: Die Entdeckung der 8 Elementarteilchen eines erfolgreichen Online Business!

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OBEP04: Die Entdeckung der 7 Elementarteilchen eines erfolgreichen Online Business!

Tach,

so mancher unkomplizierte Zeitgenosse fragt sich, ob das Licht im K√ľhlschrank eigentlich eingeschaltet bleibt, wenn die T√ľr zu ist.
 
Nein, bleibt es nicht. Im K√ľhlschrank ist es dunkel, wenn die T√ľr geschlossen ist. Wozu sollte es auch eingeschaltet bleiben? Damit das Gem√ľse keine Angst im Dunkeln hat?
 
Es gibt allerdings einen K√ľhlschrank, bei dem ist das Licht immer an. Egal, ob dessen Zug√§nge offen oder geschlossen sind. Ich rede vom gr√∂√üten K√ľhlschrank der Welt. Nein, dass wird kein Rainer Calmund Witz. Ich meine nat√ľrlich den Large Hadron Collider LHC am CERN.
 
Der LHC ist nicht nur der gr√∂√üte K√ľhlschrank, weil f√ľr seinen Betrieb diverse Magnete auf wahrhaft frostige Temperaturen gek√ľhlt werden m√ľssen. Er ist auch ein Teilchenbeschleuniger zur Erforschung der Grundelemente von Materie. Auch Elementarteilchen genannt.
 
Während Wissenschaftler bei dieser lapidaren Beschreibung sich womöglich angewidert wegdrehen, reicht mir das als komplizierte Einleitung zu dieser Solo Episode meines Podcasts.
 
Auch ich beschäftige mich in dieser Episode mit der Erforschung der Elementarteilchen aber aus Perspektive eines erfolgreichen Online Business.
 
Ich hatte zwar eigentlich ein ganz anderes Thema vor, aber das war nach der 1. Aufnahme so langweilig, dass unser Kater Kiwi frustriert sein Fr√ľhst√ľck erbrochen hat. Da musste ich also nochmal ran. Also nachdem ich aufger√§umt hatte.
 
Daher möchte ich hier nun nach den ersten drei Interviews ein kleines Resumé ziehen und die Grundelemente eines erfolgreichen Online Business rausarbeiten. Hier nun auch zum nachlesen und auswendig lernen:
 
1. Testen, Testen, Testen
2. Nie ohne Zielgruppe
3. Bootstraping und MVP
4. Mehrwert liefer, viel Mehrwert
5. Reziprozität
6. AM Unternehmen statt im Unternehmen
7. Konkrete Problemlösunge bereitstellen
 
Garniert werden die Ausf√ľhrungen durch 10 spannende (ja, wirklich!) Fakten aus meinem Leben, damit ihr mich etwas besser kennenlernt.
 
Ich w√ľnsche dir viel Spa√ü bei dieser Folge!
 

Bleib gesund!

Dein Stefan

PS. Unten findest du zu jeder Episode auch das vollständige Transkript.

OBEP04: Die Entdeckung der 8 Elementarteilchen eines erfolgreichen Online Business!

S: Ich habe immer noch das Gef√ľhl, mich nicht richtig bei euch vorgestellt zu haben. Deswegen will ich das hier mit zehn Fakten aus meinem Leben jetzt nachholen. Fakt Nummer 1: Ich hasse Kleinkram, das hei√üt, ich brauche Shampoo-Flaschen, Packungen, T√ľten, √ľberall, wo noch ein kleiner Rest drin ist, brauche ich nicht richtig auf. Mich nervt das einfach, lieber breche ich eine volle Packung an. Das treibt nat√ľrlich meine Frau in den Wahnsinn. [00:26]

Fakt Nummer 2: Ich wurde im Gymnasium ziemlich gemobbt. Und bevor ich die Schule wegen meiner schlechten Noten verließ, habe ich dem Obermobber volle Kartoffel eins auf die empfindliche Nase gegeben. Ach, was hat das schön geblutet. [00:40]

Fakt Nummer 3: Ich bin in K√∂ln geboren, ich lebe in K√∂ln und ich liebe K√∂ln. Doch den Karneval kann ich nicht ausstehen. Meistens fl√ľchten meine Frau und ich an Karneval aus der Stadt. Das weiteste Ziel ist da gerade gut genug, 2020, vor Corona, war es Japan. [00:57]

Fakt Nummer 4: Ich bin √ľber zehn Jahre mit meinem Vater zu den K√∂lner Haien zum Eishockey gegangen, kann mich aber keine zehn Sekunden auf dem Eis aufrecht halten. [01:06]

Fakt Nummer 5: Es hat 38 Lebensjahre gedauert, bis ich das erste Haustier bekommen habe. Seit Mai haben wir einen Kater namens Kiwi. Richtig gehört, eine Katze namens Kiwi, nicht andersherum, keine Kiwi namens Katze. Obwohl das pflegeleichter wäre. By the way: Im Blog Post zu dieser Episode ist auch ein Foto von Kiwi. Katzenbilder und Internet soll sich ja irgendwie gut vertragen. [01:29]

Fakt Nummer 6: Corona hat bei mir dazu gef√ľhrt, dass meine Sozialphobie noch gr√∂√üer geworden ist, selbst mittlere Menschenansammlungen finde ich mittlerweile echt √§tzend. [01:40]

Fakt Nummer 7: H√§tte ich meine Frau Tanja nicht kennengelernt, w√ľrde ich wahrscheinlich immer noch zu Hause hocken, total verpickelt, World of Warcraft spielen und einfach nur zocken. [01:50]

Fakt Nummer 8: Ich mache echt richtig gute Pizza, ehrlich, ohne Mist, sie ist echt gut! [01:56]

Fakt Nummer 9: Einmal pro Jahr suche ich mir den beschissensten Tag im Jahr aus, der m√∂glichst kalt und m√∂glichst verregnet sein soll, um dann in den Zoo zu gehen und die Gehege quasi f√ľr mich allein zu haben. Meistens klappt das nicht, denn am Eingang warten ganz fr√ľh morgens dann trotzdem drei komplette Kinderg√§rten auf Einlass. [02:15]

Fakt Nummer 10: Ich bin ziemlich strukturiert, was aber nicht heißt, dass ich auch ziemlich ordentlich bin. Ich bitte, das nicht zu verwechseln. [02:24]

So, nachdem wir diese essenziellen, wichtigen Themen geklärt haben, können wir ja eigentlich mit dem Thema loslegen, aber was war das Thema gleich noch?
Das Thema ist, dass in den Interviews, die ich f√ľhre, bestimmte Grunds√§tze eines Online Business immer wieder durchscheinen, entweder ganz klar ausgesprochen oder irgendwie zwischen den Zeilen. Und ich wollte mir jetzt einfach einmal die M√ľhe machen und habe diese Grunds√§tze, acht an der Zahl, hier in diesem Podcast einmal aufgelistet, und sage dann zu jedem dieser einzelnen Punkte dann noch etwas.
Los geht's. [03:01]

Grundsatz Nummer 1: In einem Online Business muss man testen, testen, testen. Was hei√üt das konkret? Das hei√üt konkret, dass der erste Entwurf einer Webseite niemals der beste ist, sondern man muss optimieren. Wenn die ersten User darauf gegangen sind, dann schaut man, was funktioniert und was nicht funktioniert. Da k√∂nnen zum Beispiel A- und B-Tests eine gute M√∂glichkeit sein, d. h. ein Modul, ein Schriftzug, eine Box, wo sich Leute anmelden sollen, wird in verschiedenen Variationen auf der Webseite ausgespielt, und die Variation, die am meisten Anklang findet, wird dann vorgeschlagen als Optimierung f√ľr die Webseite. Testen bezieht sich aber nat√ľrlich nicht nur auf die Webseite, sondern auch auf das Produkt, indem man unter anderem eine Umfrage gestaltet oder vielleicht auch einen kleinen Selbsttest oder ein Quiz zu dem Thema, auf die dann die Leute antworten k√∂nnen. Wichtig beim Testen ist, dass man Feedback von seiner Zielgruppe bekommt. Doch es gibt da ein Problem: Wenn man 10.000 Menschen fragen w√ľrde zu seinem Produkt, zu seiner Webseite, zu egal, welchem Thema, bek√§me man auch 10.000 Meinungen. Doch nicht jede Meinung, die man bekommt, ist auch Grund daf√ľr, sein komplettes Produkt-Design beispielsweise zu √ľberdenken. Denn nur, weil jemand eine Meinung hat, hei√üt das nicht, dass derjenige auch Expertise in dem jeweiligen Thema hat und sich auskennt. Deswegen ist immer abzuw√§gen, ob die Resultate, die ihr beim Testen bekommt, euch tats√§chlich dazu veranlassen sollten, euer Produkt oder eure Webseite oder was auch immer zu √ľberdenken. Es h√§ngt n√§mlich immer davon ab, wer tats√§chlich diese Meinung √§u√üert und was f√ľr einen Hintergrund diese Person hat. Ich gebe ein Beispiel: Nur, weil jemand Facebook-Werbung total kacke findet, hei√üt das nicht, dass er jemals selbst Facebook-Werbung geschaltet hat. Nur weil jemand euer Buch total doof findet, hei√üt das nicht, dass er erstens sich im Thema auskennt und zweitens √ľberhaupt auf diese Art von B√ľchern steht. Also die Person und ihr Hintergrund sind f√ľr ihre Meinung f√ľr euch einzusortieren extrem wichtig. Und trotzdem bleibt - der Erfolg, hei√üt der Weg im Online Business, ist, seine Produkte immer wieder zu testen, zu testen, zu testen. Und wie gesagt, das bezieht sich nicht nur auf Produkte, sondern im Prinzip auf alles. Auf die Webseite, auf eure Newsletter, auf Affiliate-Links, die ihr gesetzt habt. Egal, auf was, testet, testet, testet. [05:35]

Punkt Nummer 2: Arbeite niemals ohne deine Zielgruppe. Es hilft dir gar nichts, wenn du in den Keller gehst und dort zwei Jahre lang verschwindest, dass dich deine Familie wom√∂glich als vermisst meldet, und du dann nach zwei Jahren wiederkehrst und ein Produkt in den H√§nden h√§ltst, was am Ende keinen wirklich interessiert, weil du innerhalb dieses Prozesses, innerhalb dieser zwei Jahre niemanden wirklich gefragt hast, ob das, was du da baust, √ľberhaupt jemand braucht, √ľberhaupt jemand gut findet, versteht. Und deswegen ist es super wichtig, nicht nur zu testen, wie wir es in Punkt 1 hatten, sondern auch m√∂glichst fr√ľh den Kontakt zu deiner Zielgruppe aufzubauen.
Aber wo ist denn deine Zielgruppe? Das h√§ngt nat√ľrlich so ein bisschen von deinem Produkt ab oder von deiner Idee. Allerdings ist der Weg zur Zielgruppe doch wesentlich k√ľrzer, als die meisten f√ľr m√∂glich halten. Gucken wir uns die sozialen Netzwerke an, Facebook beispielsweise, gucken wir uns Instagram an. Solltest du z.B. ein neues Produkt, einen neuen speziellen Grill, mit dem die Grillw√ľrstchen noch besser werden, designen gerade, dann ist das jetzt vielleicht nicht unbedingt ein Online Business, aber du solltest dann den Kontakt zu Leuten suchen, die auf Instagram jetzt neulich ihre Bratwurst gepostet habe, denn das scheinen ja Leute zu sein, die gerne grillen. Vielleicht k√∂nntest du im Park einfach auch einmal Leute ansprechen, die gerade grillen, und fragen, was sie denn an ihrem derzeitigen Grill wirklich gut finden und was nicht so sehr. Der Weg zur Zielgruppe ist meistens nicht so lang, wie man ihn f√ľr m√∂glich h√§lt oder wie man bef√ľrchtet, dass er es sein k√∂nnte. Daf√ľr muss man keine professionelle Marktforschung tun, sondern sich nur vielleicht innerlich ein bisschen √ľberwinden, auf Menschen konkret zuzugehen und sie anzusprechen, mit ihnen √ľber deine Idee zu sprechen, und wom√∂glich auch zu kassieren, dass sie davon nicht besonders begeistert sind. Aber das ist nicht schlimm, denn wom√∂glich kannst du ihr Feedback verwenden, um das Produkt besser zu machen. [07:35]

Wenn es um die Produktentwicklung geht, im Online Business, dann gibt es zwei Ans√§tze, die ich hier gerne an Punkt 3 wiedergeben w√ľrde. Auch die sind in Interviews immer wieder durchgeklungen und sie nennen sich: Bootstrapping und der MVP-Ansatz.
Bootstrapping bedeutet, dass man mit dem minimalsten Produkt, was man sich irgendwie vorstellen kann, also das hei√üt, ein Produkt, was das elementarste Problem des Kunden l√∂st, aber viel mehr auch nicht, an den Start geht, und dann mit dem hoffentlich dadurch entstehenden Cashflow, also Einnahmen, die man generiert, dann das Produkt immer weiter aufbaut. Nichts anderes hat ein Bill Gates getan, als er in seiner Garage sa√ü und dort die ersten PCs zusammengebaut hat. Bei Steve Jobs war es an der Stelle genauso. Sie haben immer mit dem Minimum, was ihnen zur Verf√ľgung stand, angefangen, und haben dann auf Basis des Erfolges ihres Produktes immer weiter quasi hinzugef√ľgt und das Produkt vervollst√§ndigt. Der MVP-Ansatz oder auch der Minimal-Viable-Product-Ansatz funktioniert √§hnlich bzw. beschreibt eigentlich genau das Gleiche, dass man auch hier mit einem Minimalprodukt erst einmal testet, ob es √ľberhaupt am Markt richtig gut ankommt, und dann sukzessive immer weiter Produkt-Features erg√§nzt, um quasi den kompletten Bedarf des Kunden abzudecken. [09:07]

Punkt Nummer 4 geh√∂rt dem Mehrwert. Mehrwert, das h√∂rt man im Internet h√§ufiger: "Du musst Mehrwert liefern, und zwar viel Mehrwert, grandiosen Mehrwert!" Ich habe mich da immer gefragt: Was denn zur H√∂lle ist denn Mehrwert √ľberhaupt? Und ist der Mehrwert, den ich f√ľr mich selbst als solchen definieren w√ľrde, auch etwas, was du pers√∂nlich als Mehrwert siehst?
Und da ist die Krux: Etwas, was f√ľr mich Mehrwert hat, hat f√ľr dich vielleicht gar keinen Mehrwert und andersherum. Aber wie sollst du nun entscheiden, was du an Mehrwert liefern kannst, deinen Kunden? Was dahintersteckt, ist eigentlich ganz einfach: Letztendlich gibt es im Internet alles umsonst, es ist einfach so. Jede Information kann letztendlich kostenfrei irgendwo bezogen werden. Auch Inhalte, die in Online-Kursen vermittelt werden, sind meistens auf die eine oder andere Art und Weise, aggregiert oder nicht aggregiert, als Information kostenfrei im Netz erh√§ltlich.
Mehrwert kann man dabei definieren als etwas, was dich in deiner Probleml√∂sung zu einem x-beliebigen Problem einen Schritt vorw√§rtsbringt. Zum Beispiel: Du m√∂chtest neuen Rasen auss√§hen in deinem Vorgarten, und suchst jetzt einen Ratgeber, erstens wie man das jetzt konkret macht, und zweitens was die besten Rasensorten daf√ľr sind. Du hast also ein konkretes Problem. Mehrwert w√§re jetzt hier, dass du eine Anleitung findest, in der jemand beschreibt, wie man ganz korrekt den Rasen auss√§ht und welche Rasensorten man in welcher Jahreszeit f√ľr welches Klima ganz konkret nutzen sollte. Das w√§re Mehrwert an der Stelle. Das bringt mich allerdings zu einer interessanten Frage: Wie entscheide ich denn jetzt, was ich kostenfrei rausgebe an Mehrwert in meinem Produkt, und was ich mir bezahlen lasse? Denn letztendlich k√∂nnte ich ja auch eigentlich alles kostenfrei ver√∂ffentlichen, nur dann habe ich davon ja auch in meinem Produkt Cashflow-technisch, Umsatz-technisch nicht so viel. Das ist eine sehr interessante Frage, und letztendlich gibt es eine konkrete Antwort darauf:
Du gibst n√§mlich alles kostenfrei raus, tats√§chlich alles. Die Frage ist nur, wie gehst du ins Detail? Denn nur weil du eine Anleitung schreibst, wie man seinen Rasen im Vorgarten bestellt, hei√üt das noch lange nicht, dass das jemand hinbekommt. Je mehr du mit deinem Mehrwert ins Detail gehst, je mehr du in die Frage "Wie mache ich das denn?", gehst, desto h√∂her ist der Mehrwert am Ende, den das Ganze f√ľr deine Kunden hat, und desto eher kannst du auch entscheiden, dass du genau diese Inhalte, die exakt von A bis Z vorgeben, wie er sein Problem l√∂st, dass diese dann die Bezahl-Inhalte sind. Das Wie auf der obersten Ebene, also z.B.: "Du gehst in den Baumarkt, kaufst die und die Rasensorte, du brauchst die und die Ger√§te, du sollst das in dieser und dieser Jahreszeit machen, und achte bitte darauf, dass du X-, Y-Punkte noch bei dem Vertikutieren deines Rasens beachtest", so etwas kann man kostenfrei herausgeben und gibt auch schon einmal Hinweise und eine wertvolle Hilfe. Aber wenn es dann wirklich ins Detail geht, Detail-Fragen aufkommen, dann sind das immer kostenpflichtige Inhalte. [12:26]

Punkt Nummer 5, auch etwas, was in den Gespr√§chen immer wieder herauskommt, ist die sogenannte Reziprozit√§t. "Oh Gott, was ist das denn?", denkt man sich jetzt. Es ist eigentlich ganz einfach. Dahinter steckt der Gedanke: Wer gibt, dem wird gegeben. Ein kleines Beispiel: Ich war vor einiger Zeit einmal in einer Sporttherapie und der dortige Trainer, als er mich gerade massierte, erkl√§rte mir, dass er gerade ein tolles Buch von Bodo Sch√§fer gelesen h√§tte, in dem stand, dass man spenden m√ľsste, damit man sehr viel Geld bekommt. Und ich habe das nicht verstanden, ich habe ihn mehrfach gefragt. Ich habe nicht verstanden, warum man Geld ausgeben muss, damit man Geld bekommt. Da w√§re es doch logischer, Geld zu behalten, um Geld zu haben, egal. Auf jeden Fall habe ich es zu dem Zeitpunkt nicht verstanden, mir ist es erst sp√§ter klargeworden, von was er konkret da gesprochen hat, und zwar ist es genau dieses Reziprozit√§re: Man gibt, um am Kreislauf des Lebens, Wirtschaftskreislauf zu partizipieren, um dann in der Hoffnung zu sein, dass man auch entsprechend Geld zur√ľckbekommt, weil auch andere geben, und das flie√üt einem dann wieder zu. Es klingt so ein bisschen spirituell, muss man ehrlicherweise zugeben, und verlangt auch eine gewisse Form von Vertrauen, aber es gibt tats√§chlich Kreise, die sagen: Du musst schon gr√∂√üere Betr√§ge, mindestens vier- bis f√ľnfstellig im Jahr spenden, damit das Kapital dann auch in irgendeiner Art von Form √ľber deine Bem√ľhungen dann zu dir zur√ľckflie√üt.
Man kann das ein bisschen reduzieren f√ľr das Online Business. Es ist immer besser, Vertrauen aufzubauen, und das gelingt, indem man erst einmal gibt. Also Vertrauen z.B. gibt, oder Informationen gibt, oder Hilfestellungen gibt, ohne etwas daf√ľr zu erwarten, aber immer mit dem Hintergedanken, dass irgendwann diese - man kann es auch Karmapunkte nennen - dass irgendwann dieses Karma, irgendwann dieses Geben schon irgendwann zu einem zur√ľckkehren wird. Das ist mit diesem Punkt gemeint. [14:43]

Punkt Nummer 6, der immer wieder rausgekommen ist, ganz besonders in dem Interview mit Melanie Retzlaff, war, dass es das oberste Ziel sein sollte, nicht im Unternehmen zu arbeiten, sondern am Unternehmen. Da das einen wesentlich h√∂heren Wirkungsgrad hat, oder deine Arbeit damit einen wesentlich h√∂heren Wirkungsgrad hat, als wenn du dich in deinem Unternehmen aufreibst. Also auch hier ein Beispiel: Nehmen wir an, du bietest einen Service an, um E-Books zu formatieren. Dann kannst du nat√ľrlich den lieben langen Tag E-Books formatieren und das funktioniert vielleicht ganz gut, aber letztendlich hast du den gleichen Stress, als wenn du Nine to Five zum Job gehen w√ľrdest und dort die Aufgaben bearbeitest, nur dass du im Job dann sagen kannst nach 17 Uhr: "So, ich gehe jetzt nach Hause." Mit dem eigenen Business, wo du derjenige bist, der st√§ndig die E-Books formatieren muss, kannst du das nicht, denn vielleicht hat der Kunde noch Sonderw√ľnsche oder die Deadline r√ľckt schon wieder n√§her als sie eigentlich sollte, und es muss ganz dringend abgegeben werden, das fertige Format etc. pp. Letztendlich baust du dir als Unternehmer, der du im Unternehmen arbeitest statt am Unternehmen, eine Art eigenes goldenes Hamsterrad, wenn es gut l√§uft. Und genau das soll nicht. Das ist einer der Grunds√§tze im Online Business, dass man immer am Unternehmen arbeitet. Also am Beispiel, dass man sich Gedanken macht: Wer kann denn, wenn ich einmal nicht kann, die E-Books formatieren? Kann ich es auslagern? Muss ich es vielleicht so dokumentieren, dass diese Arbeit jeder ausf√ľhren kann? Genau das ist der Kern. Ich arbeite am Unternehmen, ich automatisiere, ich hole mir Leute rein, die ich daf√ľr beauftragen kann, vielleicht geht meine Marge ein bisschen runter, aber zumindest verschaffe ich mir die Zeit, an den Themen zu arbeiten, die wirklich wichtig sind, und zwar an der Maschine, an diesem Unternehmen, das am Ende f√ľr mich arbeiten soll. [16:40]

Punkt Nummer 7 ist die konkrete Probleml√∂sung. Es geht immer um Probleme, die gel√∂st werden m√ľssen. Auch hier wieder ein kleines Beispiel: Ich war einmal auf einer Messe unterwegs, es war eine Karrieremesse, wir waren mit der Firma an unserem Stand und haben potenzielle Bewerber angesprochen. Ganz am Ende dieser Veranstaltung kam ein etwas √§lterer Herr zu uns und sprach aber mit uns nicht √ľber unsere verf√ľgbaren Stellen und die Job-Profile, sondern versuchte, uns sein Produkt zu verkaufen, und zwar einen Buchst√§nder. Vielleicht kennt ihr das, die gibt es manchmal aus Holz, gerade so in Kirchen, wo dann die Bibel aufgeklappt darauf liegt. Und er hatte so ein Ding entwickelt, aus Plastik bzw. ich glaube, es war sogar aus Pappe, was man sehr variabel verschieben konnte und jede Menge B√ľcher darauf bauen konnte. Gut, wir waren interessiert an diesem Herrn und fragten uns nat√ľrlich, was das jetzt konkret sei, was er uns denn da anbieten wollen w√ľrde, und er zeigte uns Bilder, zeigte, wie er drei, vier, f√ľnf Jahre an diesem Ding entwickelt hat, zeigte uns seinen Lagerbestand, wie viel tausend Exemplare er hatte, nur es √§nderte alles nichts. Er war auf einer Karrieremesse, er sprach mit IT-lern von einem IT-Unternehmen, dem er versuchte, sein Produkt zu verkaufen, was eigentlich komplett am Bedarf dieser Menschen, mit denen er sprach, vorbei war, denn erstens waren die B√ľcher, die wir hatten, nicht so gro√ü, dass wir daf√ľr einen Buchst√§nder br√§uchten, zweitens br√§uchten wir generell keinen Buchst√§nder, selbst wenn wir so gro√üe, dicke B√ľcher h√§tten, und drittens: Wer benutzt heute schon noch Buchst√§nder zu Hause, um da ein riesiges dickes Buch daraufzustellen, und wer hat noch so gro√üe B√ľcher, wof√ľr man so einen Buchst√§nder br√§uchte? Diverse Gr√ľnde, warum er komplett zur falschen Zeit am falschen Ort war.
Deswegen sage ich: Ich gebe dieses Beispiel jetzt hier an der Stelle, um einfach noch einmal zu vermitteln, es geht um eine konkrete Probleml√∂sung. Er hat ein Problem erkannt, wom√∂glich, dass die Leute zu wenig Buchst√§nder haben oder dass das Halten von schweren B√ľchern zu schwer ist. Ich bin mir aber nicht ganz sicher, ob er tats√§chlich einfach nur diesen Buchst√§nder entwickeln wollte, um ihn dann zu verkaufen, oder ob er tats√§chlich an einer konkreten Problemstellung dieses Produkt entwickelt hat. Und wenn man das an einer konkreten Problemstellung entwickelt, dann hat man doch sicherlich auch eine Zielgruppe, die man dazu ansprechen kann, die aber wahrscheinlich nicht auf einer Karrieremesse unterwegs ist. Egal, ich denke, der Punkt ist klargeworden. Es geht im Internet immer um konkrete Probleml√∂sungen, und daf√ľr kann man beispielsweise auch Google befragen. Es gibt Webseiten - wird in den Showdowns verlinkt - die listen auf, welche Fragen Google gestellt werden. Also z.B.: Mir fallen st√§ndig die Bilder von der Wand, was tun? So, und da kann man sein Produkt jetzt entwickeln. Entweder ist es ein physisches Produkt, mit dem man wesentlich besser seine Bilder an der Wand befestigen kann, oder es ist eine Anleitung, wie man Hammer und Nagel ad√§quat benutzt. [19:58]

Und da sind wir auch schon am letzten Punkt dieser Auflistung, Punkt Nummer 8: Denkt nicht ans Geld. Nein, im Ernst: H√∂r auf, ans Geld zu denken. Das ist ein Punkt, der mir pers√∂nlich auch sehr schwerf√§llt. Das ist aber auch okay, weil uns gerade bestimmte Experten im Internet immer wieder glauben machen wollen, dass es unheimlich einfach ist, im Internet Geld zu verdienen. Und es gibt auch viele Bilder von Lamborghinis und dicken Uhren, gerade auch im Network-Marketing tolle Traumstr√§nde und die Leute leben in Saus und Braus, und man gewinnt den Eindruck: "Boah, das will ich auch, geil, das kann doch eigentlich gar nicht so schwer sein. Wenn die das k√∂nnen, kriege ich das auch hin." So, aber das ist schon einmal der erste Punkt. Wer mit der Motivation in ein Online Business, ein eigenes Unternehmen geht, "Ich will damit m√∂glichst viel Geld verdienen", startet bereits mit einer gewissen Toxi[zi]t√§t. Was ich damit sagen will, ist: Wer nur das Ziel hat, Geld zu verdienen, der kann auch in seinem Job bleiben, denn da kriegt er ja Geld. Es geht aber bei einem Online Business um viel mehr, nicht nur darum, dass man Geld verdienen will, auch dass man viel und schnelles Geld verdienen will, ist im Online Business in den meisten F√§llen nicht der Fall. Es dauert mindestens zwei bis drei Jahre, bis tats√§chlich vern√ľnftige Ums√§tze erwirtschaftet werden, mit denen man dann tats√§chlich auch seine Tr√§ume und sein Leben so leben kann, wie man sich das vorstellt. Wenn man das aber tut, mit dem ersten und alleinigen Ziel, genau diese Betr√§ge zu erwirtschaften, wird diese Motivation so oder so nicht lange halten. Und darum geht es aber, deswegen ist es so wichtig, im Internet sein eigenes Warum zu finden, um die Motivation aufrecht zu halten, diesen langen Weg von zwei bis drei Jahren √ľberhaupt gehen zu k√∂nnen. Versteh mich bitte nicht falsch: Ein Online Business ist kein karitativer Verein, es geht nat√ľrlich darum, dass man auch mit dem, was man da tut, Geld verdient und Ums√§tze erwirtschaftet, denn sonst k√∂nnen Unternehmen nicht existieren, ohne dass Geld reinkommt. Aber es darf eben nicht die erste Motivation sein. Die erste Motivation muss immer sein, dass man den Menschen helfen m√∂chte, so bl√∂d und abgedroschen das auch klingt. Der erste Gedanke ist: Ich m√∂chte ein Problem meiner Zielgruppe l√∂sen. Meine Motivation mit den Online Business Experten ist es beispielsweise, mehr Menschen zu erm√∂glichen, den Weg aus einem frustrierenden Nine-to-Five-Job in ein freiheitsverschaffendes Online Business zu finden. Das ist meine pers√∂nliche Motivation. Ich stelle mir Kunden vor, die ich sp√§ter einmal haben werden, denen ich klar erkl√§re, von A bis Z, ohne Risiko, ohne finanzielle Einschr√§nkungen, wie sie ein Online Business aufbauen k√∂nnen, und die Leute kommen pl√∂tzlich aus ihrer Frustration heraus, sehen wieder Licht am Ende des Tunnels, freuen sich des Lebens und gehen in eine wirklich hell scheinende Zukunft mit ihrem Online Business, und k√∂nnen sich im Prinzip gar nicht mehr vorstellen, warum sie all die Jahre hinter ihrem Schreibtisch so geklemmt haben. Das ist mein Zielaspekt, das m√∂chte ich erreich. Und da spielt nat√ľrlich Geld nachher eine Rolle, aber so, wie es Sebastian Kr√§mer in einem der zuk√ľnftigen Interviews sagen wird: "Geld ist, wenn man das Warum gefunden hat, nur ein Abfallprodukt." [23:12]

Das sind die acht Grundwerte eines Online Business, so wie ich es ja aus den letzten Interviews herauskristallisiert habe. Ich freue mich sehr auf die weiteren Interviews und hoffe, dass sie euch auch entsprechende Einsichten in ein Online Business geben, euch unterst√ľtzen, und dass ihr Menschen findet, die euch zeigen k√∂nnen, wie ihr das, was ihr wom√∂glich dann jetzt bald vorhabt, auch tats√§chlich umsetzen k√∂nnt. [23:36]

OBEP05: Sebastian Kr√§mer’s Blaupause f√ľr ein automatisiertes Online Coaching Business

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OBEP05: Sebastian Kr√§mer‚Äôs Blaupause f√ľr ein automatisiertes Online Coaching Business!

Shownotes zur Episode

Sei gegr√ľ√üt,

oft h√∂re ich folgenden Satz: „Heute ist doch jeder Coach!“.

Was dieser Satz meint, ist, dass es ein √úberangebot an Menschen gibt, die anderen Menschen etwas beibringen (zum Beispiel: Wie erstelle ich einen Online-Kurs? Wie werde ich gl√ľcklich?) oder sie von etwas befreien (zum Beispiel: Flugangst, H√∂henangst, Angst vor der Angst).

Diese Aussage macht den Eindruck, als gäbe es bereits zu viele Coaches in der Welt. Außerdem impliziert sie, dass mit steigender Anzahl von Coaches notwendigerweise die Qualität ihrer Dienstleistung sinkt.

Ganz besonders, wenn man dar√ľber spricht eine sehr pers√∂nliche Beziehung zwischen Coach und Coachee automatisieren zu wollen. Einem automatsierten Online Coaching Business haftet daher schon etwas Verbotenes an.

Um ehrlich zu sein, war ich lange der gleichen Meinung. Deswegen wollte ich nie ein Coach sein. Schließlich gab es ja schon genug davon, oder?

Das ist leider ein Denkfehler. Wenn wir zun√§chst nur mal von der Sache ausgehen, sind Coaches Menschen, die anderen Menschen helfen wollen. 
 
Jetzt meine Frage: Kann es wirklich zu viel Menschen geben, die helfen wollen?
 
Ich denke nicht. Es gibt eher noch zu wenige!
 
Es gibt allerdings zwei Eigenschaften, die Coaches voneinander unterscheiden.
 
Das ist einerseits ihre pers√∂nliche Motivation f√ľr das Coaching Business.
 
Sebastian spricht hier gerne von dem ‚ehrenwerten‘ Coach. Das hei√üt, die Motivation liegt nicht im unermesslichen Reichtum √ľber Nacht (das ist sowieso unwahrscheinlich), sondern darin f√ľr und mit Menschen zu arbeiten und ihre Probleme zu l√∂sen. Das Interesse am Menschen steht im Vordergrund.
 
Andererseits, ist es der Grad an Wirksamkeit des Coaches.
 
Das hängt oft davon ab, wie lange ein Coach schon in einem bestimmten Nischenmarkt unterwegs ist. Je besser er seinen Markt, seine Kunden und deren Probleme kennt, desto besser kann er ihnen auch Hilfestellung geben.
 
Und wie passt nun der Aspekt der Automatisierung hier rein?
 
Automatisierung meint nichts anderes, als die konsequente Nutzung heutiger technischer Möglichkeiten.

Hier haben viele Coaches erheblichen Nachholbedarf, wie auch die Corona Krise gezeigt hat. Die Technik erlaubt es außerdem dem Coach sein Geschäft stärker nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Zum Beispiel, wenn eher 1:1 Coachings oder Gruppen-Coachings bevorzugt werden.
 
In diesem Interview verrät Sebastian, wie er sein Coaching Business automatisert hat und schon tausenden seiner Klienten weitergeholfen hat. Denn letztendlich, so Sebastians Überzeugung, ist bei einem ehrenwerten & wahrhaftigem, wirksamen Coaching Geld nur noch ein Abfallprodukt des eigenen Tuns.
 

Viel Spaß bei dieser Episode!

Euer Stefan

PS. Wenn du es eilig hast, lade doch die Zusammenfassung dieser Episode runter. F√ľr alle, die es ganz ausf√ľhrlich haben m√∂chten, findet ihr weiter unten das vollst√§ndige Transkript der Episode.

OBEP05: Sebastian Kr√§mer's Blaupause f√ľr ein automatisiertes Online Coaching Business

I=Stefan
B=Sebastian

I: Heute bei mir zu Gast: Sebastian Kr√§mer. Hallo, ich gr√ľ√üe dich sehr, ich habe mich sehr auf das Interview gefreut. Herzlich willkommen in meinem Podcast! #00:00:08#

B: Ja, hi Stefan. Vielen Dank, ich freue mich auch. #00:00:12#

I: Ich habe wieder einmal - die H√∂rer kennen das mittlerweile schon, ich bereite immer extrem viele Fragen vor. Das ist nat√ľrlich bei dir jetzt auch keine Ausnahme, aber diejenigen, die den Podcast schon ein bisschen kennen, die wissen auch, dass ich immer erst einmal damit starte, meinen Podcast-Gast kurz vorzustellen. Und damit w√ľrde ich auch hier an der Stelle kurz beginnen und w√ľrde dich erst einmal dem Zuh√∂rer vorstellen. So, und dazu gehe ich dann immer ein bisschen in die Vergangenheit, gucke auf der Webseite, was ich an Informationen finde. Manche finden das unheimlich, aber ich finde das eigentlich okay. #00:00:50#

B: Nein, mach mal, gerne. #00:00:53#

I: Also: Wer ist denn eigentlich Sebastian Kr√§mer? Sebastian Kr√§mer, das habe ich mir hier aufgeschrieben, dass letztendlich dein Werdegang damit begonnen hat, dass du tats√§chlich eigentlich unsch√∂n selbst eine massive Angstst√∂rung und Panikattacken und handfeste k√∂rperliche Symptome dieser Dinge entwickelt hast, ich glaube, damit fing dein Werdegang letztendlich in dieser Richtung an. Und du hast dann begonnen, dich damit sehr stark auseinander zu setzen und hast es nat√ľrlich auch irgendwann geschafft. Was hei√üt nat√ľrlich? Du hast es gl√ľcklicherweise geschafft, das Ganze auch zu √ľberwinden, und dann stand der Wunsch bei dir, auch nat√ľrlich anderen Menschen, die diese Probleme haben, zu helfen. Und so wurde aus dir ein handfester Life-Coach. Damit ist die Geschichte noch nicht zu Ende; als n√§chsten Schritt hast du einen Verlag gegr√ľndet, hast ein Buch geschrieben, was sogar ein Bestseller wurde, und hast da ein sehr erfolgreiches Business im Prinzip aufgebaut, wo du Menschen bei der √úberwindung von Angstst√∂rungen und Panikattacken weiterhilfst. Jetzt gehst du, wenn ich das richtig verstanden habe, korrigiere mich bitte immer gerne, den n√§chsten logischen Schritt, und zwar, dass du sagst: Ich habe mir jetzt hier ein bis zu 90% automatisiertes Online-Coaching-Business aufgebaut mit genau diesem Thema, das kann ich auch f√ľr andere Bereiche machen, und hast ein neues Projekt jetzt ins Leben gerufen, das sich da nennt: Forbettercoaches. So, und hier zeigst du Coaches, wie sie ihr Coaching-Business automatisieren k√∂nnen. Das ist der letzte Stand, damit bist du jetzt letztendlich hier auch zu Gast. Bevor wir allerdings in die ersten Fragen reinstarten, habe ich hier mein kleines Spielchen, ich nenne das Blitzlicht, das ist ein bisschen zum Auflockern f√ľr uns beide auch, denn ich bin nat√ľrlich auch immer bei diesen Interviews ein bisschen nerv√∂s. Und das sind f√ľnf einfache Fragen, bei denen ich dich bitten w√ľrde, die einfach aus dem Bauch zu beantworten, es ist nichts Schweres, das gibt mir und auch den Zuh√∂rern ein bisschen die Gelegenheit, sich ein bisschen kennenzulernen. Ich w√ľrde einfach mit der ersten Frage einmal starten. #00:03:24#

B: Ich bin gespannt. #00:03:26#

I: Ganz schnell aus dem Bauch heraus: Letztes besuchtes Land, als es noch ging? #00:03:32#

B: Spanien. #00:03:33#

I: Spanien, okay. Camping oder Luxus Retreat? #00:03:38#

B: Camping. #00:03:40#

I: Aha, okay, cool. Wann lagst du das letzte Mal vor Lachen auf dem Boden? #00:03:45#

B: Gestern, als ich mit meinen Kindern gespielt habe. #00:03:51#

I: Okay. Auf der Autobahn: Linke Spur oder rechte Spur? #00:03:57#

B: Rechte Spur. #00:04:00#

I: Rechte Spur, okay. Und die letzte Frage: Vanille oder Schoko? #00:04:05#

B: Vanille. Das war ja einfach. #00:04:08#

I: Das war ja einfach, ja, sage ich ja auch immer, da braucht man gar keine Angst vor zu haben, es ist trivial. Aber jetzt haben wir dich schon einmal ein bisschen kennengelernt. Genau, jetzt steige ich dann letztendlich in die beruflichen Fragen ein, und da w√ľrde mich nat√ľrlich als allererstes, auch f√ľr die Zuh√∂rer, erst einmal brennend interessieren: Was ist denn √ľberhaupt ein automatisiertes Online-Coaching-Business, wenn du das vielleicht erkl√§ren kannst? #00:04:38#

B: Ja, erst einmal danke f√ľr die Vorstellung, also ich fand es jetzt gar nicht so unheimlich, um ehrlich zu sein. Das hast du ganz gut recherchiert. Ja, ich sage einmal, Online-Coaching-Business, der Begriff sagt es ja schon ein bisschen, fangen wir beim Coaching an. Das ist ein bisschen ein Synonym geworden f√ľr Beratung aller Art. Ob man da jetzt immer Coach - Coaching definiert sich ja, soweit ich wei√ü, eher dadurch, dass man den Coachee eben Antworten geben l√§sst und eher mit Fragen usw. arbeitet, ich bin da selbst immer ein bisschen ungeduldig und sage schon einmal auch selbst oder gebe selbst schon einmal den einen oder anderen Hinweis. Darum ist Coaching eher so ein Sammelbegriff f√ľr Beratung aller Art und online ist ja klar, 1:1-Coaching, Online-Kurse, all die Leistungen, die eben ein Coach so erbringen kann, k√∂nnen online erbracht werden, und auch die Kunden-Akquise, also dieser Verkaufsprozess, das funktioniert online, und man sollte das Ganze dann auch nicht nur als Hobby, sondern eben als Business, als Unternehmen begreifen, so setzt sich eben der Begriff Online-Coaching-Business zusammen. #00:05:52#

I: Verstehe. Jetzt steht da ja noch etwas davor, und zwar dieses Automatisierte. Und du schreibst es auf deiner Webseite, aber ich w√ľrde dich trotzdem gerne noch einmal fragen: Wie stark l√§sst sich denn aus deiner Perspektive so ein Business automatisieren? #00:06:08#

B: Ja, das l√§sst sich in weiten Teilen automatisieren. Es kommt immer ein bisschen auch darauf an, inwiefern man die Dienstleistung oder Produkte dann auch anbieten m√∂chte, also wenn man jetzt viel 1:1-Coaching machen m√∂chte oder √ľberhaupt 1:1 coachen m√∂chte, da ist man dann nat√ľrlich vor Ort, beziehungsweise eben vor dem Laptop und arbeitet mit seinen Coachees, mit seinen Klienten gemeinsam, aber man kann vieles auch automatisiert anbieten. Es liegt auch daran, wie weit man Dienstleistung pers√∂nlich anbieten m√∂chte, im Fall von 1:1-Coachings muss ich eben pers√∂nlich anwesend sein, ich kann aber auch viel √ľber Online-Kurse machen, √ľber Membership-Produkte, Gruppen zusammenf√ľhren, die gemeinsam an ihren Zielen, an ihrem Problem arbeiten oder an der L√∂sung ihrer Probleme. Aber ich kann viel auch in der Dienstleistungserbringung automatisieren und auch komplett diesen Kundengewinnungsprozess, n√§mlich z.B. durch Werbung oder eben auch √ľber die Google-Suche, YouTube usw. daf√ľr sorge, dass potenzielle Kunden auf meine Webseite gelangen. So kann ich dann auch daf√ľr sorgen, dass diese potenziellen Kunden davon √ľberzeugt werden, mit mir zusammenzuarbeiten. Und das Ganze kann eben automatisiert erfolgen, beispielsweise, indem man anf√§ngt, einen E-Mail-Kurs anzubieten, ein E-Mail-Coaching, so nenne ich das, in dem automatisiert E-Mails mit wertvollen Inhalten an potenzielle Interessenten ausgespielt werden und man auch sein Angebot bewerben kann, und da √ľbernehmen dann die Webseiten, sogenannte Landingpages, die Arbeit, und das Ganze funktioniert eben voll automatisiert. Nat√ľrlich muss man da immer ein bisschen eingreifen in Sachen Support, also den wird es immer irgendwo geben. Das k√∂nnte man auch outsourcen oder eben auch minimieren, indem man gute FAQs durch die Erfahrung dann erstellt, nach und nach verbessert. Aber im Prinzip kann man wirklich so ziemlich alles automatisieren, man muss da nat√ľrlich immer einmal wieder kontrollieren, ob alles noch so funktioniert, sich Kennzahlen anschauen, versuchen, das Ganze zu optimieren. Aber im Prinzip kann da sehr, sehr viel automatisiert werden. #00:08:35#

I: Bei dem Thema Automatisierung ist mir sofort eine Frage in den Kopf gekommen, und zwar: Was sind denn aus deiner Perspektive - also √ľber die positiven Aspekte haben wir jetzt schon gerade etwas geh√∂rt von dir, was sind denn so die Nachteile einer Automatisierung eines solchen Businesses? #00:08:53#

B: Ja, die Nachteile von so einer Automatisierung sind vor allem in der Ausspielung der Dienstleistung. Also wenn wir jetzt einmal annehmen, wir erstellen einen Online-Kurs und haben einen - wir haben ja verschiedene Leute, die diese Kurse machen oder die diese Probleme haben. Und man muss diesen Menschen ja auch verschiedene L√∂sungsm√∂glichkeiten anbieten. So kann das Ganze auch in dem Bereich, in dem ich das mache, also als Life-Coach vor allen Dingen - Wie du richtig gesagt hast, k√ľmmere ich mich ja darum, Menschen mit √ľberm√§√üigen √Ąngsten zu helfen. Dass das Ganze relativ umfangreich ist, um die unterschiedlichen Pers√∂nlichkeiten und die unterschiedlichen Probleme, die dahinterstecken k√∂nnen, auch zu ber√ľcksichtigen. Und das ist dann nicht ganz so einfach bzw. dann kann es ganz sch√∂n umfangreich werden, und da hat man dann den Nachteil, dass die einzelnen Inhalte ja nicht f√ľr Jeden gleicherma√üen hilfreich sind, sondern f√ľr den einen mehr, f√ľr den anderen weniger, w√§hrend die n√§chste Lektion wieder f√ľr den anderen mehr geeignet ist. Das ist schon ein Problem der Automatisierung im Angebot letzten Endes. #00:10:07#

I: Verstehe. Jetzt hast du gesagt, die Zielgruppe, die Kunden oder die Klienten sind nat√ľrlich alle verschieden, ich wiederhole es noch einmal, die sind alle verschieden, und wenn du ein etwas generalistischeres Angebot hast, kann es sein, dass bestimmte Dinge eher passen oder auch weniger passen, habe ich soweit verstanden. W√ľrdest du denn sagen, dass man jedes "Coaching-Business" in dieser Art und Weise automatisieren kann? Also ich habe hier jetzt drei Beispiele aufgeschrieben, das sind: Hochzeitsplanerin, Tanzlehrer, Tauchlehrer. #00:10:51#

B: Ja, zumindest, wie gesagt, wir sto√üen wahrscheinlich in verschiedenen Bereichen an unsere Grenzen, was jetzt die Produktauslieferung bzw. die Dienstleistungserbringung angeht. Eine Hochzeitsplanerin kann wahrscheinlich auch viel automatisch machen, aber muss mehr auf individuelle W√ľnsche eingehen als wahrscheinlich in anderen Bereichen, muss vielleicht auch vor Ort, ich kenne mich nicht so aus im Bereich Hochzeitsplanung, aber muss wahrscheinlich auch vor Ort auch einmal schauen, wie funktioniert das Ganze, muss auch einmal zum Telefonh√∂rer greifen, die verschiedenen Leute wie S√§nger, DJ, Fotografen usw. zusammenzubringen. Da gibt es dann wahrscheinlich individuelle W√ľnsche, wobei man sicherlich Pakete anbieten kann, in denen man vielleicht durch so einen Fragenkatalog leitet, schon viel vorwegnehmen kann und viele L√∂sungsm√∂glichkeiten dann irgendwann automatisiert hat. Da braucht man nat√ľrlich Erfahrung daf√ľr, welche Fragen ich stellen muss, um die verschiedenen Kundentypen differenzieren zu k√∂nnen. Beim Tanzlehrer allerdings kann ich schon - das liegt jetzt wahrscheinlich auch daran, ob man jetzt Paartanz macht oder ob das irgendein Hip-Hop-Tanz oder so etwas ist, aber da kann ich wunderbar einen Videokurs aufnehmen und den Leuten zeigen, wie die einzelnen Tanzschritte sind. Ich habe selbst, ich bin nicht so der gro√üe T√§nzer, um ehrlich zu sein, aber ich habe einmal von meiner Mutter mit meiner Partnerin so einen Discofox-Kurs geschenkt bekommen, also einen Paartanz. Wir h√§tten uns fast getrennt, um ehrlich zu sein. Aber was geholfen h√§tte, w√§re, glaube ich, wenn wir in der Zwischenzeit f√ľr die Woche tats√§chlich so eine Art Video oder einen Videokurs h√§tten, wo wir die einzelnen Tanzschritte noch einmal sehen k√∂nnen, weil unser Problem war, dass wir nach diesem Abend nach Hause gekommen sind, am n√§chsten Tag keinen Bock hatten und dann auch nicht und dann auch nicht. Und dann aber an dem Tag oder einen Tag bevor der Tanzkurs wieder anstand wollten wir auch nicht wie Idioten dastehen, und da w√§re es echt hilfreich gewesen, so etwas als Video noch einmal sehen zu k√∂nnen. Wir haben das vor Ort gemacht, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass man gerade so etwas wie Tanzlehrer - das gibt es ja auch schon, Online-Coaches, die Tanzen lehren - kann man wunderbar auch im Internet machen. Die Akzeptanz f√ľr solche Dinge wird wahrscheinlich mehr und mehr steigen, gerade auch jetzt mit Corona. Was war das dritte Beispiel? #00:13:28#

I: Tauchlehrer. #00:13:30#

B: Tauchlehrer, ja zumindest die Information, die im Vorfeld - also man muss ja auch einiges wissen, wie man taucht, was ist wichtig, wie taucht man wieder auf, damit man nicht zu Schaden kommt, all diese Informationen, die man jedem angehenden Tauchsch√ľler mitgeben muss, so etwas kann online erfolgen. Das Tauchen an sich ist dann wahrscheinlich unter Wasser ein bisschen schwierig, aber wenn man eine Einf√ľhrung gemacht hat, um dann weiterhin am Ball zu bleiben oder sich in Erinnerung zu rufen, wie funktioniert das noch einmal, weil dann doch schon manchmal ein paar Monate zwischen den Tauchg√§ngen dann vergehen, da halte ich das f√ľr eine tolle Erg√§nzung zumindest. Und wie gesagt, von der Akquise her, vom Kundengewinnungsprozess kann das alles 100% automatisiert werden. #00:14:25#

I: Ja, ich glaube, das ist auch ein wichtiger Punkt. Um das noch einmal so herauszukristallisieren: Was du im Prinzip hier sagst, ist, dass dieser Stichpunkt "online" ja letztendlich etwas ist, was unterst√ľtzend wirkt, also alles, was man irgendwie an Informationen asynchron, also nicht live, vermitteln muss, sondern wo es egal ist, wann derjenige dann vor dem Rechner sitzt oder sich einen Kurs anguckt, das kann man dann machen online, √ľber Videos, √ľber Texte, PDFs, irgendwelche Masterclasses. Und was auch sehr gut automatisiert werden kann, ist der Akquiseprozess. Das hei√üt aber nicht notwendigerweise - das war auch so eine Frage, die ich im Kopf hatte: Verliert das Coaching nicht seinen Sinn, wenn man versucht, es zu automatisieren? Aber so, wie du es jetzt gerade beschrieben hast, ist es ja tats√§chlich eine Unterst√ľtzung und nutzt einfach die M√∂glichkeiten, die es an der Stelle gibt. Es h√∂hlt ja den Sinn eines Coachings so in der Form gar nicht aus, sondern erg√§nzt ihn ja sogar noch. #00:15:33#

B: Vielfach wird der Sinn erg√§nzt, aber wie gesagt: Man kann auch Online-Coaching statt normalem Coaching in vielen Bereichen eben auch anbieten, da muss man ein bisschen - Es f√ľhrt oftmals dazu, dass die Videokurse und was es da alles gibt etwas umfangreicher sind, weil eben die unterschiedlichen Typen ber√ľcksichtigt werden m√ľssen, aber was auch ein gro√üer Vorteil ist, ist eben, dass es Inhalte, die ich - bleiben wir beim Tauchsch√ľler - das sind immer die gleichen Inhalte, die ich den Leuten erz√§hlen muss, die ich dann auswendig da irgendwie runterleiere, und gerade solche immer wiederkehrende Inhalte, die quasi jeder mitbekommen muss, dann in Videoform automatisiert ausliefern zu k√∂nnen hat den gro√üen Vorteil, dass die Qualit√§t nat√ľrlich auch dementsprechend gut ist. Ich kann jetzt das Video zwanzig Mal aufnehmen und kann das Beste davon nehmen und jedem diese beste Version pr√§sentieren, w√§hrend ich ja manchmal einfach nicht so gut drauf bin oder einfach einen nicht so guten Tag habe, mal ein paar Dinge vergesse oder so, passiert das nicht, weil ich da wirklich mehrere Versuche habe. #00:16:46#

I: Ja stimmt, durch diese Sache des Mehrfach-Aufnehmens kristallisiert sich am Ende die beste Version heraus, das kann man in der Live-Performance nicht so unbedingt. Ich w√ľrde ganz kurz zu deinem Angebot, ein bisschen mehr auf dein Angebot eingehen, dieses "Forbettercoaches": Kannst du dar√ľber ein bisschen etwas erz√§hlen, weil ich glaube, das ist den Zuh√∂rern noch nicht so transparent, was das konkret ist, was du dort anbietest? #00:17:11#

B: Genau, ich arbeite da mit Online-Coaches oder potenziellen Online-Coaches daran, ein Business aufzubauen, was zum Gro√üteil automatisiert ist, das liegt letzten Endes auch an jedem selbst. Also es gibt durchaus auch Kunden von mir, die sagen: "Ich gehe da total drin auf, in diesem 1:1-Online-Coaching", das ist auch total in Ordnung und ich mache das auch erg√§nzend, ich warne nur davor, da ausschlie√ülich darauf zu setzen, denn was ist, wenn du als Coach einmal ausf√§llt, wenn dein ganzes Business auf dich als Person ausgerichtet ist? Dann verdienst du kein Geld oder dann ist dein Business platt, wenn du einmal f√ľr ein paar Wochen im Krankenhaus liegst, weil du einen Tauchunfall meinetwegen hattest, oder dir beim Tanzen die Hand gebrochen hast. Und von daher halte ich es f√ľr sinnvoll und auch f√ľr verantwortungsvoll f√ľr sich oder auch f√ľr die Familie, die man vielleicht hat, da wirklich auf Automatisierung zu setzen, auch wenn man dieses 1:1-Online-Coaching gerne machst. Also wie gesagt, meine Kunden sehen das unterschiedlich, wie sie das machen wollen, aber ich weise sie immer darauf hin, dass eine gr√∂√ütm√∂gliche Automatisierung absolut sinnvoll ist, auch in ihrem eigenen Interesse. Und ich helfe eben dabei, es geht darum, komplett - ich habe auf der einen Seite Kunden, die bisher offline t√§tig waren und genau wissen, was sie tun, was ihre Zielgruppe ist, was ihr Markt ist, und ihr ganzes Offline-Business online, ins Internet bringen wollen. Gerade jetzt zu Corona-Zeiten macht es ja auch Sinn, weil Viele einfach zeitweise keine Klienten, keine Coachees empfangen konnten zu Hause. Also wie bekommen sie das hin? Vielfach ist auch ein Problem in Sachen Technik, in Sachen Online-Marketing: Wie gehe ich das an, wie mache ich das am besten, wie gehe ich da vor? Und dann gibt es welche, die noch gar nicht genau wissen, die haben einen inneren Drang, anderen Menschen zu wollen, haben auch meist latent da irgendeinen Bereich, in dem sie t√§tig sein wollen, aber haben sich noch nicht festgelegt auf eine bestimmte Zielgruppe. Da geht es eben dann auch um solche Fragen wie Positionierung, manchmal auch: Wer bin ich eigentlich, was sind meine Werte, die ich auf der Webseite dann auch entsprechend herausstellen muss, um dann Klienten zu gewinnen, die zu mir passen? Und das ist auch f√ľr mich wichtig, denn ich mache das derzeit auch mit den Leuten 1:1 zum Gro√üteil, das hei√üt, ich erkl√§re ihnen, wie man automatisiert ein Business auf die Beine stellt, allerdings mache ich das ja erst aktiv wirklich seit ein paar Monaten, und ich denke, dass es gerade in diesem Bereich noch sinnvoll ist, und das empfehle ich meinen Kunden ihrerseits auch, wenn sie gerade ganz neu anfangen und diese Probleme und Hindernisse und H√ľrden noch nicht alle kennen, mit diesen Kunden wirklich 1:1 zusammenzuarbeiten, ehe man das Ganze dann automatisiert, denn sonst habe ich - da sind wir wieder beim Angebot, bei der Dienstleistungserbringung, - sonst habe ich einen wunderbaren Online-Kurs erstellt, der aber vielleicht gar nicht die Probleme ber√ľcksichtigt, die die Leute gar nicht haben, also das dann nicht wirklich passt. Deshalb macht es Sinn, wenn man als Coach in einem neuen Markt einsteigt, sich erst einmal mit den Leuten wirklich auseinanderzusetzen, mit denen Gespr√§che f√ľhren: "Sag mal, wo dr√ľckt denn der Schuh √ľberhaupt?" Und das erkennt man dann erst in der 1:1-Zusammenarbeit. #00:20:44#

I: Da hast du auch schon ganz viel vorweggenommen von meinen n√§chsten Fragen, das war n√§mlich tats√§chlich auch eine der Fragen, ob du eher bestehende Coaches adressierst oder ob es auch Leute sind, die sagen, "Ich m√∂chte mit meiner Profession, mit dem, was ich mir w√ľnsche oder womit ich helfen m√∂chte, als Coach jetzt erst einmal durchstarten." Was ich mich da gefragt habe, ist: Was muss man denn als Coach im Prinzip mitbringen schon an Eigenschaften, wenn man sich so ein Business aufbauen will, sagen wir einmal von neu auf? Was muss quasi schon da sein und was kann man lernen? #00:21:23#

B: Ich glaube, dass man sehr, sehr viel lernen kann. Also gerade, was diese Probleme, die die meisten Kunden haben, Technik, Marketing usw., das kann man alles lernen. Man sollte nat√ľrlich ein Interesse daran haben, mit Menschen zusammenzuarbeiten oder denen auch helfen zu wollen. Und zwar nicht nur, weil es irgendwie aus ihnen herauskommt, sondern auch aus betriebswirtschaftlichen Gr√ľnden. Was passiert, wenn ich den Kundennutzen nicht an erste Stelle stelle? Dann wird kein Unternehmen dieser Welt langfristig √ľberleben. Und da ist es eben auch wichtig, dass diese Menschen auch wirklich anderen Menschen helfen wollen. Das muss jetzt nicht so sein, dass man sich auf ein Podest heben muss oder sagt, ich bin jetzt Mutter Theresa oder so, aber es sollte ihnen schon wichtig sein, ein Anliegen, warum auch immer Menschen helfen zu wollen, sie sollten gerne mit Menschen zusammenarbeiten, sie sollten Menschen auch irgendwie m√∂gen, das ist ja auch nicht bei jedem gleich der Fall, aber dann kann man sehr, sehr viel lernen. Also ein gewisses Einf√ľhlungsverm√∂gen ist nat√ľrlich wichtig, aber ansonsten... Das war tats√§chlich auch eher vom potenziellen Kunden, mit denen ich im Vorfeld ein Gespr√§ch gef√ľhrt habe, selten ein Ausschlusskriterium, dass die jetzt gesagt h√§tten: "Menschen interessieren mich √ľberhaupt nicht." #00:22:48#

I: Ja, gut. Ein gewisses Helfer-Syndrom, hatte ich mir hier aufgeschrieben, muss ja haben, sonst käme man wahrscheinlich gar nicht auf die Idee als Coach zu arbeiten. Finde ich sehr interessant. Eine Frage, also ich stelle sie jetzt, die man an der Stelle auch öfters hört, die ist ein bisschen ketzerisch an der Stelle, verzeih mir das bitte, aber ich will sie ja einfach loswerden: Gibt es nicht bereits zu viele Coaches? Was ist deine Meinung dazu? #00:23:22#

B: Es gibt viele Coaches, das ist richtig. Man h√∂rt ja immer wieder, dass der Coaching-Boom noch bevorsteht, ich bin ganz ehrlich, ich kann das so gar nicht beurteilen, ob das tats√§chlich der Fall ist, man h√∂rt das immer wieder. Also ich glaube auch, dass da noch ein gro√ües Potenzial ist, allerdings kann auch niemand in die Zukunft gucken. Es gibt viele Coaches, es gibt aber auch leider, wie ich finde, Coaches, die kommen selten zu mir, weil ich auf meiner Webseite darauf hinweise, dass es mir wichtig ist - ich habe einmal geschrieben, ich wei√ü gar nicht, was momentan darauf steht, aber "Coaches mit edlen Absichten". Da meine ich Coaches, die ihrerseits anderen Menschen wirklich helfen wollen, das hei√üt, das sind bisher nur diejenigen, die auf mich zukommen, aber es gibt viele, die vor allen Dingen an dem Lifestyle interessiert sind, die so ein Coaching-Leben mit sich bringen kann. Man kann das von √ľberall machen, man braucht ja auch erst einmal auf dem Papier keine besonderen Qualifikationen, der Begriff Coach ist auch nicht gesch√ľtzt, es kann im Prinzip jeder machen. Und es sind viele dort drau√üen, meiner Meinung nach, die im Marketing einigerma√üen gut sind, die auch wenig Selbstzweifel haben, denen es aber prim√§r um ihren eigenen Lifestyle geht, oder fast ausschlie√ülich. Und es gibt viele Coaches, die so ein bisschen an sich zweifeln, an dem ganzen Konzept vielleicht auch: Bin ich gut genug? Kann ich meinen Klienten auch wirklich weiterhelfen und diese gewisse Hemmnis auch haben, damit nach drau√üen zu gehen? Und es sind momentan sehr viele Menschen oder Coaches auch, die sehr laut schreien, das sind erfahrungsgem√§√ü aber nicht unbedingt die besten, und ich m√∂chte eben vor allen Dingen denjenigen helfen, die ein bisschen mehr an sich zweifeln, aber denen es total wichtig ist eigentlich, etwas zu ver√§ndern im Leben von Menschen. Da glaube ich, der Markt wird vieles bereinigen, denn so in den letzten ein, zwei, drei Jahren sind ja wirklich viele Coaches auf der B√ľhne des Internets erschienen, aber da wird der Markt wie gesagt auch einiges bereinigen und merken: Wer ist denn wirklich daran interessiert, anderen zu helfen, und wem geht es prim√§r nur um den Lifestyle und gar nicht so sehr um meinen Klienten? #00:25:50#

I: Ja, du hast jetzt gerade das Wort "Selbstzweifel" gesagt, es ist ein Wort, was ich auch in meinem Vokabular sehr gut kennengelernt habe, weil ich auch pers√∂nlich dazu neige, Sachen einfach einmal zu zerdenken, und am Ende dieses Prozesses, wenn er denn endet, komme ich vielleicht zu einem Ergebnis, dass ich eine Sache nicht machen w√ľrde. Was ich sagen will: Selbstzweifel sind mir sehr wohl bekannt. Was w√ľrdest du denn auch Zuh√∂rern, die sich damit auch sehr gut identifizieren k√∂nnen - was w√§re denn dein Tipp, wie man mit Selbstzweifeln in dieser Richtung Coaching umgehen kann? Was sagst du den Leuten? #00:26:26#

B: Ja, also erst einmal kenne ich das auch sehr gut, Selbstzweifel zu haben, auch ich bin jemand, der vorher das Projekt dreimal √ľberdenkt, bevor er damit nach drau√üen geht, irgendwann mache ich dann den Schritt. Zum Beispiel habe ich, du hast vorhin mein Buch erw√§hnt, ganz am Anfang, da habe ich drei Jahre daran geschrieben und ich war mir total unsicher, ob ich das √ľberhaupt ver√∂ffentlichen m√∂chte. Und da hat man auch Zweifel: Ja, wer will denn meine Geschichte - es ist jetzt kein Ratgeber - sondern wer will denn meine Geschichte √ľberhaupt lesen, wer ist denn daran interessiert? Das sind ja auch so typische Selbstzweifel, die man ganz am Anfang hat, aber auch jetzt mit dem neuen Projekt, da denkt man ja auch: Es gibt viele Coaches, und es gibt nat√ľrlich auch viele Coaches, die anderen Coaches helfen. Und da fragt man sich nat√ľrlich auch: Wer braucht mich denn da jetzt noch? Klar, ich habe die Erfahrung als Life-Coach, ich mache das jetzt seit 2011 im Prinzip, also seit fast neun Jahren, das unterscheidet mich vielleicht von vielen anderen, aber trotzdem stellt man sich ja manchmal diese zweifelnden Fragen: Funktioniert das denn √ľberhaupt? Wer braucht mich denn noch? Wie kann ich mich entsprechend positionieren? All diese Fragen hatte ich ja jetzt auch wieder f√ľr mich zu beantworten, von daher kenne ich das sehr gut, und ich glaube, das hilft auch, indem man das selbst kennt, anderen Leuten zu helfen, wie man das √ľberwindet. Letzten Endes, diesen letzten Zweifel als Coach, ob ich als Coach gut bin oder ob ich als Coach geeignet bin oder ob ich als Online-Coach mit einem Online-Coaching-Business erfolgreich sein kann, dieser letzte Zweifel wird erst verschwinden, wenn man das letzten Endes geschafft hat. Wenn ich jetzt meine ersten Kunden, meine ersten Klienten habe, und denen geholfen habe und ich bekomme das Feedback: "Du hast mir total geholfen, mir geht es wieder gut", oder "du hast mir bei diesem oder jenen Problem geholfen, du hast mich total unterst√ľtzt", da wird man auch mehr und mehr dieses Selbstverst√§ndnis gewinnen, dass man ein guter Coach ist und anderen helfen kann. Da kann ich nur zu raten, dass man sich einmal klarmachen muss, dass es immer jemanden gibt auf dieser Welt, der in einem Bereich gr√∂√üerer Experte ist als man selbst, vielleicht auch mehr als einen, vielleicht gibt es ja auch eine Hand voll oder vielleicht gibt es auch hundert Leute, aber du musst ja denjenigen helfen k√∂nnen, die weniger wissen oder weniger k√∂nnen, und das kann sogar auch einmal so sein, dass man Coachees hat, die durchaus bei einem Thema eigentlich von dem Vorwissen auf Augenh√∂he sind und man dann als Sparringspartner fungiert, d.h. dass man durchaus dann erfolgreich coachen kann, wenn der andere schon viel Vorwissen mitbringt, und zwar √§hnlich viel wie man selbst. #00:29:11#

I: Also das finde ich einen sehr interessanten Gedanken, den du da √§u√üerst, du sagst ja im Prinzip: Ein Coach muss nicht notwendigerweise die Wissensf√ľhrerschaft, wenn man es so sagen will, in einem bestimmten Bereich vor Augen haben, nach dem Motto: "Ich wei√ü hier an der Stelle alles", sondern um noch einmal den Schritt zur√ľck zu machen, ist es ja auch die Empathie und die externe Sicht auf das Problem des Coachees, was einen dann letztendlich zu einem guten Coach macht, oder? #00:29:50#

B: Ja, genau, und unabh√§ngig davon, oder das Wichtigste, glaube ich wirklich, in einem Coaching-Prozess ist, dass die Chemie zwischen Coach und Coachee auch stimmt. Wenn es nicht so wirklich passt, dann ist es total schwierig, und zwar f√ľr beide Seiten. Von daher reicht nicht nur das Einf√ľhlungsverm√∂gen, sondern die Chemie muss auch stimmen. Und darum macht es total Sinn, es werden ja auch oft mittlerweile solche Coaching-Pakete verkauft, manchmal auch durch die Webseite an sich, ich halte es f√ľr total wichtig, gerade, wenn man als Coach 1:1 f√ľr einen l√§ngeren Zeitraum mit seinen Klienten arbeiten m√∂chte, dass man vorher mit dem einmal ein intensives Gespr√§ch f√ľhrt, um auch herauszufinden, ob die Chemie auch passt. Denn sonst, stell dir einmal vor, bist du drei, vier, f√ľnf, sechs Monate mit einem verbandelt, wo es total schwierig wird, und wo es dann auch schwierig wird, dass man ihm bei den Problemen hilft. Darum ist die Chemie zwischen Coach und Coachee, ich glaube, das Allerwichtigste. Und diese Selbstzweifel, da ist es wirklich irgendwann - muss man rausgehen, es lohnt sich auch, sich Mut zuzusprechen, aber da muss man mit seinem Angebot rausgehen und mit den Leuten wirklich zusammenarbeiten. Man muss jetzt ja nicht irgendwie Stundens√§tze von 3000‚ā¨ anfangs nehmen, sondern man kann ja klein anfangen oder auch einmal kostenlos mit den Leuten ins Gespr√§ch kommen, um zu sehen: Kann ich denen √ľberhaupt helfen? Um dann auch nicht diesen immensen Druck zu haben, gerade wenn die Selbstzweifel gro√ü sind. #00:31:30#

I: Das zahlt ja alles ein bisschen auf einen Punkt ein, den ich mir eher in der Kategorie "Pers√∂nliches" aufgeschrieben hatte, und zwar hast du auf deiner Webseite einen wie ich finde sehr bemerkenswerten Satz stehen, der da hei√üt, also sinngem√§√ü: Das Geld ist nur noch ein Abfallprodukt unseres Tuns und kommt irgendwann von ganz alleine. Im Umkehrschluss w√§re dann letztendlich die Frage: Wer ein Online-Business nur f√ľr das Geld aufzieht, ist zum Scheitern verurteilt. #00:32:10#

B: Ja, also es kommt - wie gesagt, das Geld ist nicht unwichtig, es ist auch nicht schlimm, dass jemand einen gewissen Lebensstil damit erreichen m√∂chte, dass er eben arbeiten kann, wo immer er ist, und auch eine gewisse Freiheit hat, Selbstbestimmung. Man kann schon auf sich gucken und auch Geld ist nicht unwichtig, um uns unsere W√ľnsche zu erf√ľllen, um auch Projekte zu starten, die man m√∂chte, aber letzten Endes ist es doch entscheidend, dass ich als Unternehmer, und letztlich ist jemand, der ein Online-Coaching-Business aufbaut, der in ein Business startet, letzten Endes Unternehmer oder sollte einer sein oder einer werden, wenn er es noch nicht ist. Dann ist es entscheidend, dass du dem Kunden weiterhilfst, egal, was du machst. Ein Unternehmen ist ja nicht nur einfach da, damit es da ist, sondern es mag intern dem Unternehmer dienen und auch seinen Lifestyle erm√∂glichen, auf der anderen Seite nach au√üen hin und das Allerwichtigste ist eben, dass es dem Kunden nutzt. Denn was passiert gerade zur Zeit des Internets, wenn er es nicht tut? Es macht ganz schnell die Runde und von daher, einfach nur Coach zu werden, weil man denkt, dass es total einfach ist und man irgendwie nur Kohle verdienen will, um seinen Lifestyle zu finanzieren, das ist, glaube ich, der falsche Ansatz. Dann sollte man lieber etwas anderes machen, was auch vielleicht weniger irgendwelchen Menschen schadet oder Erkenntnis f√ľr sich gewinnen: "Okay, ich m√∂chte Geld verdienen mit dem Ganzen, ich m√∂chte meinen Lifestyle pflegen und Coaching h√∂rt sich ganz cool an f√ľr mich, aber ich muss trotzdem alles tun, gerade weil ich das langfristig m√∂chte, um meinen Kunden zu helfen", dann ist das auch okay. #00:33:57#

I: Ich verstehe. Jetzt angenommen, jemand hört diesen Podcast und denkt sich: Mensch, das ist doch eigentlich genau die Sache, die ich machen möchte. Er hat jetzt aber vielleicht noch kein eigenes Coaching-Business. Meine erste Frage wäre: Aus deiner Perspektive, was wären seine konkreten ersten Schritte, um letztendlich so in diese Richtung zu gehen, sich da ein Business aufzubauen? Und Frage Nummer zwei: Wie lange dauert es deiner Meinung nach, bis nach deinem Königsweg, den du vielleicht empfiehlst, die ersten Erfolge sichtbar sind? #00:34:40#

B: Ja, also erst einmal ist es eher wichtig, zu wissen: Okay, ich m√∂chte jetzt Online-Coach werden, aber habe noch gar keine Ahnung, in welchem Bereich. Dann muss man sich ja erst einmal klar dar√ľber werden, in welchem Bereich ich den Menschen √ľberhaupt helfen will. Einfach nur zu sagen, ich bin jetzt Life-Coach oder Business-Coach, das wird nicht funktionieren, denn dann bin ich in Konkurrenz mit ganz vielen anderen Menschen. Also ich muss mir schon vorher dar√ľber im Klaren sein oder ich muss mir dar√ľber klar werden, in welchem Bereich will ich denn wie helfen. Also wem will ich helfen, bei welchem Problem? Und bei vielen geht es auch darum, zu wissen oder herauszufinden: Wer bin ich denn √ľberhaupt selbst oder was sind meine Werte, nach denen ich lebe oder die mir wichtig sind? Und die muss ich dann eben sp√§ter auf einer Website auch kommunizieren k√∂nnen, aber das ist oftmals auch vielleicht der langwierigste Part √ľberhaupt, wenn ich mir nicht im Klaren bin: Was m√∂chte ich machen? Also in welchem Bereich m√∂chte ich Menschen wirklich helfen? Und welchen Menschen m√∂chte ich helfen? Sich dar√ľber klar zu werden, das w√§re in diesem Bereich, also deine Frage war ja, wenn man noch keine Ahnung hat, dann w√§re das der allererste Schritt. Und da w√ľrde ich wirklich auch im ersten Schritt nicht davon ausgehen: Was gibt es schon? Denn das ist ja oft dann so: "Okay, ich bin jetzt Coach f√ľr -" #00:35:58#

I: "... tanzende Tauchlehrer". #00:35:59#

B: "... mehr Selbstliebe bei M√§nnern √ľber 30", oder so. "Nein, das gibt es schon, ist gestrichen", nein, da sollte es nicht darum gehen, was es alles schon gibt, sondern: Was w√ľrde mir eine Freude machen? Mit welchem Thema kann ich mich denn wirklich besch√§ftigen? Wo kann ich Menschen auch helfen? Wo werde ich um Rat gefragt, im Alltag von meinen Mitmenschen? Und womit kann ich mir vorstellen, mich wirklich viele Stunden am Tag auseinanderzusetzen? Dass man wirklich von sich dann ausgeht und gar nicht davon ausgeht, ob das jetzt einen Selbstliebe-M√§nner-Coach √ľber 30 schon gibt, sondern das kann immer noch variieren und das macht auch nichts, wenn ich eine gleiche Zielgruppe habe wie jemand, den es schon da drau√üen gibt, weil man ja, wenn man sich mit seiner Pers√∂nlichkeit nach drau√üen begibt, dann hat man schon sein Alleinstellungsmerkmal. Und das w√§re der erste Schritt, sich dar√ľber klar zu werden: Wer bin ich eigentlich? Wem will ich bei welchem Problem helfen? Die zweite Frage war? #00:36:59#

I: Wenn man das im Prinzip hat, wenn man das jetzt gemacht hat, wenn man das wei√ü, ab diesem Punkt: Wie lange dauert es aus deiner Perspektive von deiner Meinung her, bis man die ersten Erfolge dann sieht? Also mit allem, was dazugeh√∂rt, das ganze Online-Marketing, wenn man das nach diesem Weg, den du beschreibst, aufbaut. Wie lange dauert es, bis man da in den Kontakt kommt, bis man sieht, das funktioniert, dar√ľber kann ich meinen Lifestyle auch beispielsweise pflegen? #00:37:30#

B: Ja das kann dann relativ schnell gehen, wie gesagt, der erste Teil ist oftmals der langwierigste, und dann braucht man im Prinzip eine Website auf jeden Fall, wo man sich entsprechend pr√§sentiert, wo man seine Erkenntnisse, die man aus den Fragestellungen gewonnen hat, also wie "Wer bin ich? Wem will ich bei welchen Problemen helfen?" klar kommuniziert, dann habe ich die Webseite, und dann muss ich irgendwie daf√ľr sorgen, dass potenzielle Interessenten meine Webseite auch finden. Und das geht im schnellsten Fall √ľber Werbung, die kann ich z.B. auf Facebook, Google, YouTube oder so machen, und bekomme sofort zielgerichteten Traffic, also Besuch auf meine Webseite und kann schon an dieser Stelle daf√ľr sorgen, mit den ersten Leuten in das Gespr√§ch zu kommen. Darum geht es ja erst einmal, die Leute wirklich kennenzulernen, die zu einem Gespr√§ch einzuladen, um Erfahrung zu sammeln, auch: Wo sind die Probleme der Zielgruppe denn wirklich? Und ich kann dann auch in diesen Gespr√§chen schon - man sieht ja, wie die so laufen - mein erstes Angebot machen an dieser Stelle, indem ich sage: "Ich m√∂chte dich gerne 1:1 weiter coachen, h√§ttest du da Bock darauf?", und dann eben mit einem Preis, mit dem sich dann beide Seiten gut f√ľhlen. Da kann man dann schon sehr, sehr schnell Ergebnisse sehen, wo man sagen kann: Das Ganze kann ja wirklich funktionieren. #00:38:51#

I: Verstehe. Ich finde es wirklich bemerkenswert gerade, was sich jetzt hier herauskristallisiert, denn - das hast du jetzt nat√ľrlich noch nicht mitbekommen - der Podcast startet erst am 01.07., das sind ja quasi die Vorarbeiten, die ich hier mache, aber in den Gespr√§chen vorher habe ich ja auch schon √ľber die verschiedensten Themen mit den Leuten gesprochen. Und √ľberall, quasi in jedem einzelnen Gespr√§ch - das ist nicht abgesprochen - kristallisiert sich immer wieder heraus, dass man m√∂glichst fr√ľh den Kontakt zu seiner potenziellen Zielgruppe suchen muss, um dann mit ihr zusammen das Produkt letztendlich zu entwickeln, dass das der einzige Weg ist, naja der einzige Weg, das ist halt der Weg, wie man ein Produkt entwickelt, was auch langfristig, nachhaltig am Markt funktioniert, einfach, weil es durch die W√ľnsche der Kunden gepr√§gt ist. Und das kristallisiert sich jetzt hier auch in diesem Interview wieder heraus, das finde ich sehr bemerkenswert, das scheint also eine Sache zu sein, gerade wenn es um das Online-Business geht, es ist zwar nur eine Bezeichnung, es ist aber trotzdem ein Unternehmen, ein Business, aber das scheint eine der goldenen Wege oder K√∂nigswege zu sein, im Internet auch irgendwann Geld zu verdienen, indem man Produkte aufbaut, die mit dem Kunden zusammen entstehen und nicht ohne den Kunden. #00:40:22#

B: Ja genau, es kann auch funktionieren, dass sie ohne den Kunden entstehen, damals - ich habe ja, wie gesagt, 2010 meinen ersten Gehversuch im Internet gestartet, so nebenbei - ich habe damals auch meinen ersten Online-Kurs gestartet, ohne die R√ľcksprache mit der Zielgruppe zu halten. Es hat funktioniert, es hat aber auch wahrscheinlich auch deshalb funktioniert, weil ich eben selbst dieser Zielgruppe entstamme. Das macht es nat√ľrlich einfacher, das ist so wie so oftmals sinnvoll, dass man sich einen Markt oder eine Zielgruppe sucht, der man selbst angeh√∂rt. Es ist nicht zwingend notwendig, aber es erleichtert manches, und es hat funktioniert, also es kann auch funktionieren, ohne mit den Leuten ins Gespr√§ch zu kommen, aber es ist nat√ľrlich ein gewisses Risiko. Dann gehe ich in Vorleistung, und ich habe ja vorhin schon gesagt, dass bei komplexen Problemen man nat√ľrlich viele verschiedene Inhalte anbieten muss, weil die Pers√∂nlichkeiten doch sehr unterschiedlich sein k√∂nnen, und dann geht man unter Umst√§nden das Risiko ein, dass man monatelange Arbeit investiert, die sich sp√§ter dann nicht auszahlt, weil man eben an der Zielgruppe vorbei Produkte gebaut hat. #00:41:35#

I: Ja, was w√ľrdest du denn sagen: Wie viel Arbeit hast du investiert, bis es endlich begann zu laufen, so ungef√§hr eingesch√§tzt? #00:41:47#

B: Ich habe ja damals das alles nebenbei gestartet, also ich habe meine Angstst√∂rung √ľberwunden und bin mir auch dar√ľber klar geworden, dass ich eigentlich ein Angestellten-Verh√§ltnis nicht m√∂chte. Also noch einmal kurz zum Verst√§ndnis: Ich habe erst BWL studiert und danach (unv.), war mir total sicher, dass das nicht der richtige Weg f√ľr mich ist, habe aber trotzdem dem Druck in meinem Umfeld nachgegeben und habe dann in Beratungsgesellschaften gearbeitet, habe das auch Vollzeit gemacht, aber wusste ja f√ľr mich, dass ich das nicht will, und habe nebenbei eben mit meinen ersten Gehversuchen gestartet. Das hei√üt, erst hatte ich nur die Idee - damals gab es ja auch dieses Coaching in dieser Form irgendwie nicht - mein Buch zu schreiben und dieses entsprechend zu vermarkten. Ich habe dann angefangen, mich da zu erkundigen, was gibt es f√ľr M√∂glichkeiten im Internet, online, habe dann meine ersten Affiliate-Nischen-Seiten erstellt, einfach nur, weil ich wissen wollte, ob das so wirklich funktionieren kann, und es funktionierte auch. Also ich habe drei Seiten gebaut und ohne viel zu wissen, damals ging es mit Suchmaschinenoptimierung auch noch ein bisschen leichter, da hat man einfach das Keyword entsprechend ein paar Mal in den Text geballert, hat dann auf irgendwelchen dubiosen Seiten Content ver√∂ffentlicht, der nicht einmal gut sein musste, nur themenrelevant, hat dort seinen Link eingebaut und dann hat man bei Google gerankt. Also das ging damals schon schnell, da musste man nicht einmal Geld investieren in irgendwelche Werbung. Da habe ich dann gesehen, du hast jetzt nach relativ kurzer Zeit einen vierstelligen Betrag im Monat verdient, also nicht so, dass ich davon h√§tte leben k√∂nnen, aber das war ja auch nicht mein Ziel, es war nur ein Test. Es war auch nie mein Ziel, immer verschiedene Nischen- oder Themenseiten zu bauen, wo die Themen mich im Zweifel √ľberhaupt nicht interessiert haben. Aber ich habe das alles nebenbei aufgebaut und habe dann an meinem Buch geschrieben, habe einen Blog gestartet und bin das echt langsam angegangen, weil ich auch nebenbei voll gearbeitet habe. Nebenbei habe ich das Business ja aufgebaut und habe Vollzeit gearbeitet. Ich habe dann Ende 2013, also nach zweieinhalb Jahren insgesamt, nachdem ich mich da ausprobiert habe, gek√ľndigt und bin dann raus aus meinem Angestellten-Verh√§ltnis, weil ich dann sagen konnte: Okay, jetzt verdienst du genug mit dieser Online-Geschichte, dass du guten Gewissens sagen kannst: So, jetzt gehe ich." #00:44:40#

I: Ich denke, vielen geht es genauso, die dann auch gegen√ľber ihrer Familie unn√∂tige Risiken eingehen wollen, und ich kann mich davon auch nicht freisprechen, und da einen sicheren Weg suchen, von daher ist das vollkommen nachzuvollziehen. Ich w√ľrde an der Stelle gerne ganz kurz einen Abstecher machen, auch in Anbetracht der Zeit, weil ich ein Thema auf jeden Fall noch ansprechen m√∂chte, weil mich da deine Meinung sehr interessiert. Ich stelle das bei mir selbst fest, also mittlerweile ist es ein bisschen - also deswegen gibt es dieses Projekt jetzt, die Online-Business-Experten, da geht es mir ja darum, dass ich f√ľr mich selbst letztendlich erkannt habe, dass es total weltfremd ist und eigentlich keinen gro√üen Sinn hat, immer zu versuchen, die Sachen alleine zu bew√§ltigen, sondern dass man sich auch Hilfe suchen sollte. Und gerade im Bereich Online-Business ist das so, weil es ein unheimlich vielschichtiger Bereich ist. So, das war bei mir aber ein Lern-Prozess. Es betrifft jetzt nicht nur das Online-Business, es kann auch Lebensthemen beispielsweise betreffen. Aus deiner Perspektive: Was hindert den Menschen wom√∂glich daran, sich einen professionellen Coach erstens zu suchen und sich dem anzuvertrauen? Was sind die g√§ngigen Einw√§nde, die du da kennst? #00:46:04#

B: Ja, gute Frage. Ich kann mich auch nicht davor freisprechen, dass ich zum Beispiel damals, als ich meine Angstst√∂rung hatte, habe ich irgendwann auch eine Therapie gemacht. Was du gerade bei der Vorstellung nicht gesagt hast: Ich habe zus√§tzlich noch meine komplette K√∂rperbehaarung verloren, also ich hatte eine Glatze, keine Augenbrauen mehr und nichts, und habe mich dann auch erst dazu entschlie√üen zu k√∂nnen, zum Therapeuten zu gehen. Wie gesagt, damals gab es Coaching nicht, es war mir zumindest nicht ein Begriff, dass es f√ľr Privat-Leute so angeboten worden ist. Zum Therapeuten bin damals dann auch erst gegangen, nachdem mein Hautarzt, der mich wegen dieser Haarausfallgeschichte behandelt hat, gesagt hat: "Vielleicht k√∂nnte das helfen, da einmal mit jemandem zu sprechen." Und erst, nachdem so ein "normaler" Arzt das gesagt hat, war ich √ľberhaupt erst willens, mich in andere H√§nde zu begeben oder mir Hilfe zu suchen. Und ich glaube, das haben viele Menschen, dass sie sich scheuen, sich Hilfe zu suchen, vielleicht gerade M√§nner, auf der anderen Seite erlebe ich gerade, dass beim Life-Coaching, gerade in diesem 1:1-Coaching, was ich nebenbei auch mache, weil ich mit meiner Zielgruppe auch in Kontakt bleiben m√∂chte, da sitzen wirklich 80% Unternehmer. Also es ist nicht meine Zielgruppe speziell, Unternehmer, ich adressiere die nirgendwo, und in der arbeitenden Bev√∂lkerung in Deutschland sind meines Wissens nach ungef√§hr 10% Selbstst√§ndige, das hei√üt, 90% sind angestellt. Wenn man das auf alle - also zu mir k√∂nnen ja auch potenziell Menschen kommen, die nicht arbeiten, die habe ich ja auch im Coaching, wenn man das auf die gesamte Bev√∂lkerung bezieht, dann sind sogar nur 5% ungef√§hr der Bev√∂lkerung in Deutschland selbstst√§ndig. Aber trotzdem sitzen da bei mir 80%, obwohl ich sie nicht explizit adressiere. Und ich habe mir auch die Frage gestellt, warum ist das so. Haben Unternehmer vielleicht vermehrt Probleme, das war der erste Gedanke, ich glaube, so nach langem √úberlegen, um das abzuk√ľrzen, dass es einfach im Business-Bereich eher Standard ist, also da kennt man das als Unternehmer, als Selbstst√§ndiger, dass ein externer Berater ins Unternehmen kommt, um irgendwelche Prozesse beispielsweise zu verbessern. Und da ist Coaching eher Standard. Ich habe noch nie - ich wei√ü nicht, vielleicht geht es dir da anders - aber ich habe noch nie in meinem privaten Umfeld, ich habe ja hier auch nicht nur mit Unternehmern zu tun, ich habe noch nie geh√∂rt, dass jemand zu mir gesagt hat: "Ich habe dieses oder jenes Problem, ich glaube, ich brauche da einmal einen Coach." Ich glaube, den Leuten ist es auch egal, ich glaube auch, da sind wir jetzt beim Marketing, dass es ein gro√üer Fehler ist, den Menschen - das ist ja okay, dass man nicht viel Ahnung von Marketing hat, die Coaches sollen ja auch coachen in erster Linie. Aber das liest man ganz oft: Ich bin Coach f√ľr XY, ich bin Selbstliebe-Coach f√ľr M√§nner ab 30. B√∂se gesprochen interessiert das kein Schwein, was man ist. Wie gesagt, keiner will einen Coach, die wollen eine L√∂sung f√ľr ihr Problem, die wollen irgendetwas schneller erreichen, die wollen etwas vereinfachen, meinetwegen. Aber es geht nicht darum, sich eine Person, einen Coach zu suchen, das ist denen - geh von dir selbst aus, du hast ein Problem, dir ist es relativ egal, ob das jetzt ein Coach ist oder wie auch immer er sich nennt, Hauptsache, dir wird geholfen. Und ich glaube, dass es einfach in der Gesellschaft noch nicht so √ľblich ist. Auch in diesem Bereich, wir bewegen uns ja auch beide ein bisschen in einer Blase manchmal, wo viele Unternehmer, viele Selbstst√§ndige sind, da kennt das jeder, aber geh einmal ein bisschen raus, geh einmal in Freundeskreise, wo das nicht so √ľblich ist, da habe ich das noch nie geh√∂rt, dass irgendjemand einen Coach braucht, oder auch fast nicht, dass jemand einmal einen hatte. #00:50:02#

I: Das kann ich best√§tigen, in meinem Bekanntenkreis oder Freundeskreis ist auch niemand, der sagen w√ľrde: "Oh, wei√üt du was, ich habe mir da jetzt einen Coach gesucht", au√üer wenn es in die Richtung geht: Online-Unternehmer, Unternehmer generell, da ist das dann √ľblicher, was f√ľr mich sehr spannend ist, weil das ja auch ein bisschen etwas mit dem Unternehmer-Mindset zu tun hat, aber nat√ľrlich auch mit kulturellen Hintergr√ľnden. Einfach vielleicht auch deswegen, weil man es einfach nicht gewohnt ist, sein Problem oder die Probleme, die man selbst hat, konkret so zu adressieren, dass man sagt: Die l√∂se ich jetzt, ich komme damit alleine nicht klar, deswegen suche ich mir jemanden, der genau f√ľr dieses Problem eine L√∂sung hat, finde den dann auch und dann beauftrage ihn auch noch und gebe daf√ľr auch noch gegebenenfalls Geld aus, weil das wom√∂glich nicht in dieser Gesellschaft, in dieser Kultur drin ist, dass man das an der Stelle so tut, dass man f√ľr sich selbst im Prinzip etwas investiert, um sich besser zu f√ľhlen, mehr Selbstliebe ab 30 zu empfinden, wie du sagst, und diese Geschichten, das finde ich sehr interessant. Wobei allerdings auch, das finde ich auch wiederum sehr spannend an deinem Projekt Forbettercoaches, das f√ľhrt ja letztendlich dazu, dass mehr Leute √ľber dieses Online-Modell √ľber Online-Marketing, und da w√ľrde ich gerne im Anbetracht gerade noch einmal darauf zu sprechen kommen, dass √ľber dieses Online-Marketing nat√ľrlich auch die Auffindbarkeit in Google und im Internet einfach steigt und man Positionierung macht. Das hei√üt, je mehr Leute quasi diesen Weg gehen, desto mehr werden Probleml√∂sungen ja auch sichtbarer. Jeder googelt ja auch so seine Sachen wahrscheinlich, das machen die Leute schon, deshalb wei√ü Google ja auch so viel √ľber uns, aber das w√ľrde dazu f√ľhren, dass auch mehr Leute das finden. D. h. du tr√§gst mit deinem Projekt auch dazu bei, dass sich aktiv mehr Leute Hilfe suchen, nicht nur, dass du Coaches ins Internet bringst oder mit ihnen ein Online-Business aufbaust, sondern du f√ľhrst auch dazu, dass sich die Leute, die einen Coach brauchen, tats√§chlich eher einen nehmen. #00:52:26#

B: Ja, genau. Also es ist wichtig, glaube ich, dass dieses Mindset auch voranschreitet, sich Hilfe zu suchen. Man kann sich ja auch nicht in jedem Bereich gleich gut auskennen. Ich habe ja jetzt - Ich bin seit Jahren ein Coach, und habe aber trotzdem Probleme gehabt nach Jahren, mir selbst noch einmal einen Coach zu suchen, was sich total bescheuert anh√∂rt, aber selbst da ist noch so eine Hemmschwelle da. Obwohl ich selbst - ich habe mich jetzt auch nie Coach so offiziell genannt, letztlich ist das eine Coaching-T√§tigkeit, die ich da mache, aber ich habe trotzdem ein Problem gehabt oder hatte eine Hemmschwelle, mir bei bestimmten Dingen Coaches zu suchen, denn man sagt ja schon irgendwie ein bisschen: "Ich brauche da Hilfe", oder "ich kenne mich in diesem oder jenem Bereich nicht so gut aus", oder "ich kann irgendetwas nicht alleine l√∂sen", und das ist vielleicht auch vor allem f√ľr M√§nner, das wei√ü ich aber nicht, ob das f√ľr M√§nner wirklich schlimmer ist, aber ich bin halt ein Mann und ich kann nur aus meiner Warte berichten, dass es schwierig ist. Aber ich glaube auch, dass sich das da in diesem Bereich so langsam ver√§ndert, es geht langsam voran und von daher kann dieser Coaching-Markt wachsen, ich glaube auch, dass das stimmt. Ja, man tr√§gt dazu bei, indem man eben diesen Coaches - und das ist der Sinn, warum ich das alles gemacht habe, der Sinn ist ja nicht, dass es keinen gibt, der anderen Coaches dabei hilft, wie man ein Online-Coaching-Business aufbaut, es gibt ja durchaus Leute, die das machen. Ich glaube nur, das sollte - manchmal habe ich das Gef√ľhl, was mich tr√ľgen kann und wo ich auch nicht alle in einen Topf werfen m√∂chte, aber manchmal habe ich das Gef√ľhl, dass Leute anderen Leuten beibringen, was sie einmal geh√∂rt haben, wei√üt du, wie so ein Schneeballsystem. Ohne, dass sie jemals wirklich einmal selbst als Coach gearbeitet haben, au√üer in dem Bereich "Wie wird man denn als Coach erfolgreich?" Und das kann es ja dann irgendwo auch nicht sein, weil man dann auch diese Probleme, diese Hemmnisse, diese Selbstzweifel auch gar nicht so kennt. Man kennt ja auch nicht diese schweren Phasen, die ein jeder wahrscheinlich irgendwie einmal durchmacht auf dem Weg dahin, dass man irgendwann erfolgreich wird. Ich meine, das h√∂rt man von ganz gro√üen, wei√ü ich nicht, von Steve Jobs oder so h√∂rst du auch, dass sie irgendwie einmal eine Krise hatten, aber das hat ja letzten Endes tats√§chlich auch jeder Kleinunternehmer und muss das durchleben. Und diese Erfahrungen helfen eben dabei, den Menschen, den Coachees auch zu helfen, durch diese Phase hindurchzukommen, weil auch der Aufbau eines Coaching-Unternehmens geht nicht immer nur bergauf. Da gibt es auch Probleme, H√ľrden, da gibt es auch Tage, da hat man mal keinen Bock, und auch, wenn es schon erfolgreich ist, da gibt es Tage, da l√§uft irgendwie nichts. Da wird eine Webseite gehackt, dann ist pl√∂tzlich deine E-Mail-Adresse auf irgendeiner Blacklist und dann kommen deine Mails nicht mehr an, dann wirst du schlechtgemacht im Internet. Das gibt es eben auch, und da sollte man dann die Erfahrung mitbringen, um den Leuten wirklich helfen zu k√∂nnen. Aber noch einmal ganz kurz zu deiner Google-Suche: Auch da, in Google suchen die Leute ja selten nach einem Coach. Ich glaube nicht, dass da jemand eingibt: "Ich suche einen Selbstliebe-Coach f√ľr M√§nner ab 30". #00:55:39#

I: Nein, die suchen immer nach einer Problemlösung eher. #00:55:39#

B: Genau, sie geben vielleicht ein: "Ich kann mich nicht leider", oder "ich mag mich nicht", oder vielleicht auch, dass man √ľber das Problem geht, dass man keine Frau findet, und vielleicht ist das ein Problem von Selbstliebe, was ich ansprechen kann auf meiner Webseite usw. Das hei√üt, die Probleme sollten angesprochen werden, damit der Besucher das Gef√ľhl hat: Hier bin ich richtig, er beschreibt gerade mein Problem. Und da geht es eben nicht darum, wie man sich selbst nennt. #00:56:10#

I: Sondern es geht nur um die Problemlösung. #00:56:14#

B: Genau. #00:56:15#

I: Finde ich sehr spannend, wie gesagt, im Anbetracht der Zeit, die Stunde ist jetzt schon fast wieder um, die ich angek√ľndigt hatte, aber eine Frage habe ich noch, und die geht ein bisschen in den Bereich Technik. Wie ich das festgestellt habe, alles, was mit Internet zu tun hat, da sind die Einstiegsh√ľrden f√ľr jemanden, der ein bisschen technikaffin ist, relativ gering. Also einen WordPress-Blog aufzusetzen mit den M√∂glichkeiten, die es heutzutage so bei den Hostern gibt, das ist noch relativ einfach, aber gerade, wenn es dann z.B. in die Richtung Webinare, Sales, Funnel, Automatisierung geht, auch das Anbinden von der Technik beispielsweise, was Newsletter angeht, Datenschutz, der damit zusammenh√§ngt, da wird es ja relativ schnell kleinteilig. Also erstens: Wie lange hat es gedauert, bis du dich darin sattelfest gef√ľhlt hast? Und was sind die technischen, essenziellen Dinge, die man beherrschen sollte, wenn man das in diese Richtung versucht? #00:57:29#

B: Ja, also da in diesem Bereich kann man, glaube ich, wirklich alles lernen. Also ich w√ľrde mich gar nicht als technikaffin bezeichnen, ich kann auch nach Jahren nicht coden oder irgendetwas, ich kann hier so ein paar HTML-Begriffe, da h√∂rt es dann aber auch schon auf. Ich glaube, dass es gerade heutzutage sehr, sehr viel Software gibt, die Dinge erleichtern, es gibt viele gute Anleitungen f√ľr die Software, und wenn man sich damit ein bisschen auseinandersetzt, dann kann man viel selbst hinbekommen. Auf der anderen Seite kann ich, weil die Sachen auch nicht mehr so schwer sind und viel erleichtern, auch einigerma√üen g√ľnstig Dienstleister bekommen, die mir beispielsweise eine Webseite bauen. Es gibt ja auch mittlerweile Tools, mit denen ich die Webseite gar nicht mehr selbst hosten muss, mit denen ich die irgendwo anders gehostet habe. Das beinhaltet seine Gefahren, aber f√ľr den Anfang ist das alles in Ordnung, ich glaube, da muss man bereit sein, sich mit diesen Sachen auseinanderzusetzen. Wenn man sich davon abhalten l√§sst, dann wird man letztlich auch nicht erfolgreich, denn es wird - auch wenn man technisch versiert ist, dann gibt es eben in einem anderen Bereich einmal eine H√ľrde, und die muss man eben bereit sein zu √ľberwinden, und man kann das mittlerweile ganz gut hinbekommen, oder sich eben einen Coach suchen oder jemanden suchen, der einen dabei unterst√ľtzt, der einem sagt, wie man das macht, oder auf Dienstleister teilweise zur√ľckzugreifen, die bestimmte Dinge technisch umsetzen. All das ist heutzutage m√∂glich und das sollte auch keine H√ľrde mehr darstellen. Ich glaube, dass es wirklich ein jeder lernen kann oder eben jemanden bezahlen kann, der das so macht, und man muss ja auch nicht alles auf einmal machen. Man muss ja nicht anfangen, indem man ein Webinar aufstellt, indem man E-Mail-Tool, E-Mail-Dienstleister da beauftragt und das alles einbindet und eine WordPress-Seite und einen Page-Builder und Analytics und was wei√ü ich alles. Das ist nat√ľrlich viel auf einmal und man kann da wirklich einen Schritt nach dem anderen gehen, und auch bevor ich jetzt so gro√üe Funnels aufbauen w√ľrde, wenn ich jetzt gar keine Ahnung habe und gerade neu anfange: Baue eine Webseite, lass eine bauen, nimm einen Dienstleister in Anspruch, wo du eine Webseite mit ein paar Klicks zusammenstellen kannst, geh mit den Leuten ins Gespr√§ch, schalte im Zweifel ein paar Werbeanzeigen oder sprich sie vielleicht auch selbst an bei Facebook, LinkedIn usw., frage sie, ob du ihnen helfen kannst, ob sie Bock haben, sich mit dir zu unterhalten, eine Webseite solltest du haben, um den Leuten ein bisschen etwas zu zeigen, wie so eine Visitenkarte, das muss jetzt ja nichts Gro√ües sein. Und dann kann ich ja schon anfangen, da brauche ich ja gar nicht viel Technik, und alles andere kommt dann mit der Zeit. #01:00:16#

I: Das ist auch ein wichtiger Punkt, das habe ich auch bei mir selbst festgestellt. Ich bin technikaffin und ich liebe es, Sachen auszuprobieren, nur man verliert sich unheimlich schnell auch in so etwas. Alleine die Einstellungsm√∂glichkeiten, die manche Tools bieten, bis man das alles kennengelernt hat, bis man wei√ü, wie was zusammenarbeitet, die Rudimentals, wie man beim Schlagzeugspielen sagt, also die Grundt√∂ne, die sind tats√§chlich mit der Zielgruppe in Kontakt zu kommen und sich eine halbwegs passable Webseite hinzustellen, das kann eigentlich jeder mit den Mitteln heutzutage. Und alles andere ist genauso, wie du sagst, ist das, was dann Schritt f√ľr Schritt mit diesem Wachstumsprozess kommt. Erst einmal vielen Dank daf√ľr, ich h√§tte tats√§chlich noch eine letzte Frage, bevor ich dich auch in den wohlverdienten Feierabend schicken w√ľrde. #01:01:09#

B: Okay, schieß los. #01:01:10#

I: Du schreibst auf irgendeiner Webseite an irgendeinem Punkt, dass du Generalist bist. Das fand ich sehr spannend, das muss man vielleicht erkl√§ren: Ich bin selbst auch ein Generalist. Und in der heutigen Zeit ist es aber eigentlich so, dass Experten gehypt werden. Ich sage einmal, jemand, der sich bewirbt in einem Unternehmen, wird sehr spezifisch gesucht beispielsweise f√ľr irgendwelche Themen, es gibt Leute, die sich sehr tief reinarbeiten in bestimmte Dinge. Welchen Vorteil oder welche positiven Aspekte hat es f√ľr dich, ein Generalist zu sein? #01:01:55#

B: Ja, also wenn ich jetzt an meine Kunden denke, die ja schon beraten werden, und denen ich auch tats√§chlich zeige oder auch wirklich zur Hand gehe, wie bestimmte Dinge ineinandergreifen, wie das funktioniert, dazu muss ich ja die einzelnen Prozesse auch wirklich kennen. Wenn jetzt jemand einen suchen w√ľrde, bleiben wir einmal bei dem Thema, der Werbeanzeigen schaltet, dann gehe ich tats√§chlich - und ich brauche nur dieses Thema oder das ist ausschlie√ülich mein Problem - am besten wirklich zu jemandem, der sich darauf spezialisiert hat, der kennt alle Einstellm√∂glichkeiten, wie du sagst, es ist total vielf√§ltig bei allen Tools, bei jeder Software kann ich alles M√∂gliche machen, das war √ľbrigens schon immer so, ich kann mich noch erinnern, was mit Excel alles m√∂glich ist, das ist ja Wahnsinn z.B., und ich m√∂chte das jetzt lernen, wie Excel funktioniert, wie Facebook-Werbeanzeigen funktionieren und nur das, dann gehe ich zu einem Spezialisten. Wenn ich aber so etwas wie ein ganzes Business aufbauen m√∂chte, da geh√∂ren ja ganz, ganz viele Dinge dazu, da geh√∂rt ja so etwas dazu wie - manche Fragen mich: Wie melde ich denn ein Gewerbe an, was muss ich denn da reinschreiben in die Gewerbeanmeldung? Wie mache ich das denn mit dem Steuerberater? Wie mache ich das mit der Buchhaltung? Welchen Zahlungsdienstleister nehme ich denn da? Welchen E-Mail-Marketing-Dienstleister, welche E-Mails mache ich denn da in welche Reihenfolge? Wie erstelle ich denn auch ein Webinar? Was brauche ich denn f√ľr Equipment, wenn ich Videos machen will? Was ist da besonders wichtig? Wie sind denn die Einstellm√∂glichkeiten bei YouTube oder welche Beschreibung soll ich da reinbringen? Wie kann ich denn mich auf Social Media bekannt machen? Wie funktioniert Facebook, wie funktioniert Instagram, wie funktioniert TikTok oder so? All das kenne ich ja aus eigener Erfahrung. Wenn ich jetzt nur - es gibt Leute, die machen das schon l√§nger, die sind l√§nger auf TikTok meinetwegen oder machen das viel intensiver als ich. Wenn ich nur das lernen will, gehe ich zu einem Spezialisten, der kann dir aber nicht sagen, wie ich das ganze Unternehme aufbaue, wie ich mich selbst auch brande, wie ich Werbetexte - all die einzelnen Bestandteile, du kannst auch zu einem Spezialisten gehen, dann bist du aber, glaube ich, sehr viel Geld los, wenn du f√ľr jeden Bereich einen Spezialisten beauftragst. #01:04:14#

I: Ja, definitiv. Ich habe es versucht, es ist teuer. #01:04:20#

B: Ja, es ist teuer und du brauchst ja noch irgendein Element, was auch die verschiedenen Spezialisten miteinander √ľbereinbringt. Du sagst, du bist technikaffin, es ist ja ganz oft so, dass z.B. in der Wirtschaft die Software-Entwickler eine Software entwickeln, die die Anwender gar nicht so brauchen oder die wollten etwas ganz anderes und die Kommunikation war fehlerhaft, weil jeder eine andere Sprache spricht. Du brauchst ja auch jemanden, der die Sprache beider Parteien kennt, oder jemanden, der wei√ü, was wie funktioniert und was gehen kann. Wie gesagt, ich bin z.B. kein Techniker, ich bin da auch auf Hilfe angewiesen, wenn es darum geht, dass da irgendwelche Dinge auf der Webseite programmiert werden oder irgendetwas Besonderes, was es in der Form nicht gibt. Aber mir braucht keiner zu sagen, was funktioniert und was nicht funktioniert. Ich kann nicht alles selbst, aber ich kenne mich mit allem zumindest ein bisschen aus. #01:05:17#

I: Das finde ich sehr gut, ich glaube, daran f√ľhrt auch kein Weg vorbei, man muss zumindest wissen, worum es geht, und auch wenn man es jetzt nicht v√∂llig in der Tiefe wei√ü, was jetzt noch f√ľr M√∂glichkeiten ein Facebook-Marketing-Manager hat, muss man zumindest ein bisschen die Kenntnisse haben, aber auch ganz wichtig: Es kann sich entwickeln und wird sich dann auch entwickeln, wenn man das Interesse in dem Bereich hat, dann kommt man automatisch mit diesen Themen in Kontakt. Wir sind jetzt schon √ľber einer Stunde, das tut mir leid, auch f√ľr den Zuh√∂rer, der jetzt schon relativ lange dran ist. Ich w√ľrde jetzt an der Stelle - (Unterbrechung) Gut, ich bin eigentlich wunschlos gl√ľcklich, ich bin alle meine Fragen losgeworden. Jetzt w√§re die Frage an dich: Hast du noch etwas, vielleicht einen Appell an jemanden, der sich gerade denkt: Mensch, das ist eigentlich eine richtig tolle Sache, ich m√∂chte das auch machen, aber ich wei√ü es nicht, habe Selbstzweifel. Hast du noch eine Art von Appell, den du ganz gerne vielleicht an die Zuh√∂rer senden w√ľrdest? #01:06:53#

B: Ja, ich glaube, dass prinzipiell Zweifler die besseren Coaches sind. Das sind diejenigen, die Verantwortung tragen, was ganz wichtig ist, glaube ich, auch im Zusammenleben, oder dass diejenigen auch potenziell sehr daran interessiert sind, anderen Menschen wirklich zu helfen. Dieser Selbstzweifel sollte nicht zu gro√ü sein und diese H√ľrden, diese Fragestellungen, die man im Vorfeld vielleicht haben mag, ob technischer Art usw., die sind alle zu l√∂sen. Wichtig ist, dass man bereit ist, diese kleineren H√ľrden, die es ja tats√§chlich nur noch sind, zu √ľberwinden, um etwas Gro√ües in die Welt rauszubringen, denn man muss sich vorstellen: Das ist ein ganz tolles Gef√ľhl, wenn man als Coach, als Berater oder wie auch immer man sich nennt, einem anderen Menschen wirklich aus einer Krisensituation geholfen hat, dass er dir sagt: "Du hast mein Leben ver√§ndert." Das ist ein ganz, ganz tolles Gef√ľhl, und es lohnt sich, diesen Weg zu gehen. #01:07:54#

I: Tolles Schlusswort. Vielen Dank daf√ľr, Sebastian. Dann bleibt mir im Prinzip eigentlich nur noch eine Sache, und zwar mich noch einmal zu bedanken, vielen Dank, und dich dann jetzt quasi in den Feierabend zu entlassen und dir noch einen sch√∂nen Abend w√ľnschen. #01:08:09#

B: Ja, danke dir, es hat mir großen Spaß gemacht. #01:08:11#

I: Mir auch, vielen Dank, mach es gut, noch einen schönen Abend! #01:08:14#

B: Danke, bis dann, Stefan, tschau!