Online Business

OBEP04: Die Entdeckung der 7 Elementarteilchen eines erfolgreichen Online Business!

Tach,

so mancher unkomplizierte Zeitgenosse fragt sich, ob das Licht im Kühlschrank eigentlich eingeschaltet bleibt, wenn die Tür zu ist.
 
Nein, bleibt es nicht. Im Kühlschrank ist es dunkel, wenn die Tür geschlossen ist. Wozu sollte es auch eingeschaltet bleiben? Damit das Gemüse keine Angst im Dunkeln hat?
 
Es gibt allerdings einen Kühlschrank, bei dem ist das Licht immer an. Egal, ob dessen Zugänge offen oder geschlossen sind. Ich rede vom größten Kühlschrank der Welt. Nein, dass wird kein Rainer Calmund Witz. Ich meine natürlich den Large Hadron Collider LHC am CERN.
 
Der LHC ist nicht nur der größte Kühlschrank, weil für seinen Betrieb diverse Magnete auf wahrhaft frostige Temperaturen gekühlt werden müssen. Er ist auch ein Teilchenbeschleuniger zur Erforschung der Grundelemente von Materie. Auch Elementarteilchen genannt.
 
Während Wissenschaftler bei dieser lapidaren Beschreibung sich womöglich angewidert wegdrehen, reicht mir das als komplizierte Einleitung zu dieser Solo Episode meines Podcasts.
 
Auch ich beschäftige mich in dieser Episode mit der Erforschung der Elementarteilchen aber aus Perspektive eines erfolgreichen Online Business.
 
Ich hatte zwar eigentlich ein ganz anderes Thema vor, aber das war nach der 1. Aufnahme so langweilig, dass unser Kater Kiwi frustriert sein Frühstück erbrochen hat. Da musste ich also nochmal ran. Also nachdem ich aufgeräumt hatte.
 
Daher möchte ich hier nun nach den ersten drei Interviews ein kleines Resumé ziehen und die Grundelemente eines erfolgreichen Online Business rausarbeiten. Hier nun auch zum nachlesen und auswendig lernen:
 
1. Testen, Testen, Testen
2. Nie ohne Zielgruppe
3. Bootstraping und MVP
4. Mehrwert liefer, viel Mehrwert
5. Reziprozität
6. AM Unternehmen statt im Unternehmen
7. Konkrete Problemlösunge bereitstellen
 
Garniert werden die Ausführungen durch 10 spannende (ja, wirklich!) Fakten aus meinem Leben, damit ihr mich etwas besser kennenlernt.
 
Ich wünsche dir viel Spaß bei dieser Folge!
 

Bleib gesund!

Dein Stefan

PS. Unten findest du zu jeder Episode auch das vollständige Transkript.

OBEP04: Die Entdeckung der 8 Elementarteilchen eines erfolgreichen Online Business!

S: Ich habe immer noch das Gefühl, mich nicht richtig bei euch vorgestellt zu haben. Deswegen will ich das hier mit zehn Fakten aus meinem Leben jetzt nachholen. Fakt Nummer 1: Ich hasse Kleinkram, das heißt, ich brauche Shampoo-Flaschen, Packungen, Tüten, überall, wo noch ein kleiner Rest drin ist, brauche ich nicht richtig auf. Mich nervt das einfach, lieber breche ich eine volle Packung an. Das treibt natürlich meine Frau in den Wahnsinn. [00:26]

Fakt Nummer 2: Ich wurde im Gymnasium ziemlich gemobbt. Und bevor ich die Schule wegen meiner schlechten Noten verließ, habe ich dem Obermobber volle Kartoffel eins auf die empfindliche Nase gegeben. Ach, was hat das schön geblutet. [00:40]

Fakt Nummer 3: Ich bin in Köln geboren, ich lebe in Köln und ich liebe Köln. Doch den Karneval kann ich nicht ausstehen. Meistens flüchten meine Frau und ich an Karneval aus der Stadt. Das weiteste Ziel ist da gerade gut genug, 2020, vor Corona, war es Japan. [00:57]

Fakt Nummer 4: Ich bin über zehn Jahre mit meinem Vater zu den Kölner Haien zum Eishockey gegangen, kann mich aber keine zehn Sekunden auf dem Eis aufrecht halten. [01:06]

Fakt Nummer 5: Es hat 38 Lebensjahre gedauert, bis ich das erste Haustier bekommen habe. Seit Mai haben wir einen Kater namens Kiwi. Richtig gehört, eine Katze namens Kiwi, nicht andersherum, keine Kiwi namens Katze. Obwohl das pflegeleichter wäre. By the way: Im Blog Post zu dieser Episode ist auch ein Foto von Kiwi. Katzenbilder und Internet soll sich ja irgendwie gut vertragen. [01:29]

Fakt Nummer 6: Corona hat bei mir dazu geführt, dass meine Sozialphobie noch größer geworden ist, selbst mittlere Menschenansammlungen finde ich mittlerweile echt ätzend. [01:40]

Fakt Nummer 7: Hätte ich meine Frau Tanja nicht kennengelernt, würde ich wahrscheinlich immer noch zu Hause hocken, total verpickelt, World of Warcraft spielen und einfach nur zocken. [01:50]

Fakt Nummer 8: Ich mache echt richtig gute Pizza, ehrlich, ohne Mist, sie ist echt gut! [01:56]

Fakt Nummer 9: Einmal pro Jahr suche ich mir den beschissensten Tag im Jahr aus, der möglichst kalt und möglichst verregnet sein soll, um dann in den Zoo zu gehen und die Gehege quasi für mich allein zu haben. Meistens klappt das nicht, denn am Eingang warten ganz früh morgens dann trotzdem drei komplette Kindergärten auf Einlass. [02:15]

Fakt Nummer 10: Ich bin ziemlich strukturiert, was aber nicht heißt, dass ich auch ziemlich ordentlich bin. Ich bitte, das nicht zu verwechseln. [02:24]

So, nachdem wir diese essenziellen, wichtigen Themen geklärt haben, können wir ja eigentlich mit dem Thema loslegen, aber was war das Thema gleich noch?
Das Thema ist, dass in den Interviews, die ich führe, bestimmte Grundsätze eines Online Business immer wieder durchscheinen, entweder ganz klar ausgesprochen oder irgendwie zwischen den Zeilen. Und ich wollte mir jetzt einfach einmal die Mühe machen und habe diese Grundsätze, acht an der Zahl, hier in diesem Podcast einmal aufgelistet, und sage dann zu jedem dieser einzelnen Punkte dann noch etwas.
Los geht's. [03:01]

Grundsatz Nummer 1: In einem Online Business muss man testen, testen, testen. Was heißt das konkret? Das heißt konkret, dass der erste Entwurf einer Webseite niemals der beste ist, sondern man muss optimieren. Wenn die ersten User darauf gegangen sind, dann schaut man, was funktioniert und was nicht funktioniert. Da können zum Beispiel A- und B-Tests eine gute Möglichkeit sein, d. h. ein Modul, ein Schriftzug, eine Box, wo sich Leute anmelden sollen, wird in verschiedenen Variationen auf der Webseite ausgespielt, und die Variation, die am meisten Anklang findet, wird dann vorgeschlagen als Optimierung für die Webseite. Testen bezieht sich aber natürlich nicht nur auf die Webseite, sondern auch auf das Produkt, indem man unter anderem eine Umfrage gestaltet oder vielleicht auch einen kleinen Selbsttest oder ein Quiz zu dem Thema, auf die dann die Leute antworten können. Wichtig beim Testen ist, dass man Feedback von seiner Zielgruppe bekommt. Doch es gibt da ein Problem: Wenn man 10.000 Menschen fragen würde zu seinem Produkt, zu seiner Webseite, zu egal, welchem Thema, bekäme man auch 10.000 Meinungen. Doch nicht jede Meinung, die man bekommt, ist auch Grund dafür, sein komplettes Produkt-Design beispielsweise zu überdenken. Denn nur, weil jemand eine Meinung hat, heißt das nicht, dass derjenige auch Expertise in dem jeweiligen Thema hat und sich auskennt. Deswegen ist immer abzuwägen, ob die Resultate, die ihr beim Testen bekommt, euch tatsächlich dazu veranlassen sollten, euer Produkt oder eure Webseite oder was auch immer zu überdenken. Es hängt nämlich immer davon ab, wer tatsächlich diese Meinung äußert und was für einen Hintergrund diese Person hat. Ich gebe ein Beispiel: Nur, weil jemand Facebook-Werbung total kacke findet, heißt das nicht, dass er jemals selbst Facebook-Werbung geschaltet hat. Nur weil jemand euer Buch total doof findet, heißt das nicht, dass er erstens sich im Thema auskennt und zweitens überhaupt auf diese Art von Büchern steht. Also die Person und ihr Hintergrund sind für ihre Meinung für euch einzusortieren extrem wichtig. Und trotzdem bleibt - der Erfolg, heißt der Weg im Online Business, ist, seine Produkte immer wieder zu testen, zu testen, zu testen. Und wie gesagt, das bezieht sich nicht nur auf Produkte, sondern im Prinzip auf alles. Auf die Webseite, auf eure Newsletter, auf Affiliate-Links, die ihr gesetzt habt. Egal, auf was, testet, testet, testet. [05:35]

Punkt Nummer 2: Arbeite niemals ohne deine Zielgruppe. Es hilft dir gar nichts, wenn du in den Keller gehst und dort zwei Jahre lang verschwindest, dass dich deine Familie womöglich als vermisst meldet, und du dann nach zwei Jahren wiederkehrst und ein Produkt in den Händen hältst, was am Ende keinen wirklich interessiert, weil du innerhalb dieses Prozesses, innerhalb dieser zwei Jahre niemanden wirklich gefragt hast, ob das, was du da baust, überhaupt jemand braucht, überhaupt jemand gut findet, versteht. Und deswegen ist es super wichtig, nicht nur zu testen, wie wir es in Punkt 1 hatten, sondern auch möglichst früh den Kontakt zu deiner Zielgruppe aufzubauen.
Aber wo ist denn deine Zielgruppe? Das hängt natürlich so ein bisschen von deinem Produkt ab oder von deiner Idee. Allerdings ist der Weg zur Zielgruppe doch wesentlich kürzer, als die meisten für möglich halten. Gucken wir uns die sozialen Netzwerke an, Facebook beispielsweise, gucken wir uns Instagram an. Solltest du z.B. ein neues Produkt, einen neuen speziellen Grill, mit dem die Grillwürstchen noch besser werden, designen gerade, dann ist das jetzt vielleicht nicht unbedingt ein Online Business, aber du solltest dann den Kontakt zu Leuten suchen, die auf Instagram jetzt neulich ihre Bratwurst gepostet habe, denn das scheinen ja Leute zu sein, die gerne grillen. Vielleicht könntest du im Park einfach auch einmal Leute ansprechen, die gerade grillen, und fragen, was sie denn an ihrem derzeitigen Grill wirklich gut finden und was nicht so sehr. Der Weg zur Zielgruppe ist meistens nicht so lang, wie man ihn für möglich hält oder wie man befürchtet, dass er es sein könnte. Dafür muss man keine professionelle Marktforschung tun, sondern sich nur vielleicht innerlich ein bisschen überwinden, auf Menschen konkret zuzugehen und sie anzusprechen, mit ihnen über deine Idee zu sprechen, und womöglich auch zu kassieren, dass sie davon nicht besonders begeistert sind. Aber das ist nicht schlimm, denn womöglich kannst du ihr Feedback verwenden, um das Produkt besser zu machen. [07:35]

Wenn es um die Produktentwicklung geht, im Online Business, dann gibt es zwei Ansätze, die ich hier gerne an Punkt 3 wiedergeben würde. Auch die sind in Interviews immer wieder durchgeklungen und sie nennen sich: Bootstrapping und der MVP-Ansatz.
Bootstrapping bedeutet, dass man mit dem minimalsten Produkt, was man sich irgendwie vorstellen kann, also das heißt, ein Produkt, was das elementarste Problem des Kunden löst, aber viel mehr auch nicht, an den Start geht, und dann mit dem hoffentlich dadurch entstehenden Cashflow, also Einnahmen, die man generiert, dann das Produkt immer weiter aufbaut. Nichts anderes hat ein Bill Gates getan, als er in seiner Garage saß und dort die ersten PCs zusammengebaut hat. Bei Steve Jobs war es an der Stelle genauso. Sie haben immer mit dem Minimum, was ihnen zur Verfügung stand, angefangen, und haben dann auf Basis des Erfolges ihres Produktes immer weiter quasi hinzugefügt und das Produkt vervollständigt. Der MVP-Ansatz oder auch der Minimal-Viable-Product-Ansatz funktioniert ähnlich bzw. beschreibt eigentlich genau das Gleiche, dass man auch hier mit einem Minimalprodukt erst einmal testet, ob es überhaupt am Markt richtig gut ankommt, und dann sukzessive immer weiter Produkt-Features ergänzt, um quasi den kompletten Bedarf des Kunden abzudecken. [09:07]

Punkt Nummer 4 gehört dem Mehrwert. Mehrwert, das hört man im Internet häufiger: "Du musst Mehrwert liefern, und zwar viel Mehrwert, grandiosen Mehrwert!" Ich habe mich da immer gefragt: Was denn zur Hölle ist denn Mehrwert überhaupt? Und ist der Mehrwert, den ich für mich selbst als solchen definieren würde, auch etwas, was du persönlich als Mehrwert siehst?
Und da ist die Krux: Etwas, was für mich Mehrwert hat, hat für dich vielleicht gar keinen Mehrwert und andersherum. Aber wie sollst du nun entscheiden, was du an Mehrwert liefern kannst, deinen Kunden? Was dahintersteckt, ist eigentlich ganz einfach: Letztendlich gibt es im Internet alles umsonst, es ist einfach so. Jede Information kann letztendlich kostenfrei irgendwo bezogen werden. Auch Inhalte, die in Online-Kursen vermittelt werden, sind meistens auf die eine oder andere Art und Weise, aggregiert oder nicht aggregiert, als Information kostenfrei im Netz erhältlich.
Mehrwert kann man dabei definieren als etwas, was dich in deiner Problemlösung zu einem x-beliebigen Problem einen Schritt vorwärtsbringt. Zum Beispiel: Du möchtest neuen Rasen aussähen in deinem Vorgarten, und suchst jetzt einen Ratgeber, erstens wie man das jetzt konkret macht, und zweitens was die besten Rasensorten dafür sind. Du hast also ein konkretes Problem. Mehrwert wäre jetzt hier, dass du eine Anleitung findest, in der jemand beschreibt, wie man ganz korrekt den Rasen aussäht und welche Rasensorten man in welcher Jahreszeit für welches Klima ganz konkret nutzen sollte. Das wäre Mehrwert an der Stelle. Das bringt mich allerdings zu einer interessanten Frage: Wie entscheide ich denn jetzt, was ich kostenfrei rausgebe an Mehrwert in meinem Produkt, und was ich mir bezahlen lasse? Denn letztendlich könnte ich ja auch eigentlich alles kostenfrei veröffentlichen, nur dann habe ich davon ja auch in meinem Produkt Cashflow-technisch, Umsatz-technisch nicht so viel. Das ist eine sehr interessante Frage, und letztendlich gibt es eine konkrete Antwort darauf:
Du gibst nämlich alles kostenfrei raus, tatsächlich alles. Die Frage ist nur, wie gehst du ins Detail? Denn nur weil du eine Anleitung schreibst, wie man seinen Rasen im Vorgarten bestellt, heißt das noch lange nicht, dass das jemand hinbekommt. Je mehr du mit deinem Mehrwert ins Detail gehst, je mehr du in die Frage "Wie mache ich das denn?", gehst, desto höher ist der Mehrwert am Ende, den das Ganze für deine Kunden hat, und desto eher kannst du auch entscheiden, dass du genau diese Inhalte, die exakt von A bis Z vorgeben, wie er sein Problem löst, dass diese dann die Bezahl-Inhalte sind. Das Wie auf der obersten Ebene, also z.B.: "Du gehst in den Baumarkt, kaufst die und die Rasensorte, du brauchst die und die Geräte, du sollst das in dieser und dieser Jahreszeit machen, und achte bitte darauf, dass du X-, Y-Punkte noch bei dem Vertikutieren deines Rasens beachtest", so etwas kann man kostenfrei herausgeben und gibt auch schon einmal Hinweise und eine wertvolle Hilfe. Aber wenn es dann wirklich ins Detail geht, Detail-Fragen aufkommen, dann sind das immer kostenpflichtige Inhalte. [12:26]

Punkt Nummer 5, auch etwas, was in den Gesprächen immer wieder herauskommt, ist die sogenannte Reziprozität. "Oh Gott, was ist das denn?", denkt man sich jetzt. Es ist eigentlich ganz einfach. Dahinter steckt der Gedanke: Wer gibt, dem wird gegeben. Ein kleines Beispiel: Ich war vor einiger Zeit einmal in einer Sporttherapie und der dortige Trainer, als er mich gerade massierte, erklärte mir, dass er gerade ein tolles Buch von Bodo Schäfer gelesen hätte, in dem stand, dass man spenden müsste, damit man sehr viel Geld bekommt. Und ich habe das nicht verstanden, ich habe ihn mehrfach gefragt. Ich habe nicht verstanden, warum man Geld ausgeben muss, damit man Geld bekommt. Da wäre es doch logischer, Geld zu behalten, um Geld zu haben, egal. Auf jeden Fall habe ich es zu dem Zeitpunkt nicht verstanden, mir ist es erst später klargeworden, von was er konkret da gesprochen hat, und zwar ist es genau dieses Reziprozitäre: Man gibt, um am Kreislauf des Lebens, Wirtschaftskreislauf zu partizipieren, um dann in der Hoffnung zu sein, dass man auch entsprechend Geld zurückbekommt, weil auch andere geben, und das fließt einem dann wieder zu. Es klingt so ein bisschen spirituell, muss man ehrlicherweise zugeben, und verlangt auch eine gewisse Form von Vertrauen, aber es gibt tatsächlich Kreise, die sagen: Du musst schon größere Beträge, mindestens vier- bis fünfstellig im Jahr spenden, damit das Kapital dann auch in irgendeiner Art von Form über deine Bemühungen dann zu dir zurückfließt.
Man kann das ein bisschen reduzieren für das Online Business. Es ist immer besser, Vertrauen aufzubauen, und das gelingt, indem man erst einmal gibt. Also Vertrauen z.B. gibt, oder Informationen gibt, oder Hilfestellungen gibt, ohne etwas dafür zu erwarten, aber immer mit dem Hintergedanken, dass irgendwann diese - man kann es auch Karmapunkte nennen - dass irgendwann dieses Karma, irgendwann dieses Geben schon irgendwann zu einem zurückkehren wird. Das ist mit diesem Punkt gemeint. [14:43]

Punkt Nummer 6, der immer wieder rausgekommen ist, ganz besonders in dem Interview mit Melanie Retzlaff, war, dass es das oberste Ziel sein sollte, nicht im Unternehmen zu arbeiten, sondern am Unternehmen. Da das einen wesentlich höheren Wirkungsgrad hat, oder deine Arbeit damit einen wesentlich höheren Wirkungsgrad hat, als wenn du dich in deinem Unternehmen aufreibst. Also auch hier ein Beispiel: Nehmen wir an, du bietest einen Service an, um E-Books zu formatieren. Dann kannst du natürlich den lieben langen Tag E-Books formatieren und das funktioniert vielleicht ganz gut, aber letztendlich hast du den gleichen Stress, als wenn du Nine to Five zum Job gehen würdest und dort die Aufgaben bearbeitest, nur dass du im Job dann sagen kannst nach 17 Uhr: "So, ich gehe jetzt nach Hause." Mit dem eigenen Business, wo du derjenige bist, der ständig die E-Books formatieren muss, kannst du das nicht, denn vielleicht hat der Kunde noch Sonderwünsche oder die Deadline rückt schon wieder näher als sie eigentlich sollte, und es muss ganz dringend abgegeben werden, das fertige Format etc. pp. Letztendlich baust du dir als Unternehmer, der du im Unternehmen arbeitest statt am Unternehmen, eine Art eigenes goldenes Hamsterrad, wenn es gut läuft. Und genau das soll nicht. Das ist einer der Grundsätze im Online Business, dass man immer am Unternehmen arbeitet. Also am Beispiel, dass man sich Gedanken macht: Wer kann denn, wenn ich einmal nicht kann, die E-Books formatieren? Kann ich es auslagern? Muss ich es vielleicht so dokumentieren, dass diese Arbeit jeder ausführen kann? Genau das ist der Kern. Ich arbeite am Unternehmen, ich automatisiere, ich hole mir Leute rein, die ich dafür beauftragen kann, vielleicht geht meine Marge ein bisschen runter, aber zumindest verschaffe ich mir die Zeit, an den Themen zu arbeiten, die wirklich wichtig sind, und zwar an der Maschine, an diesem Unternehmen, das am Ende für mich arbeiten soll. [16:40]

Punkt Nummer 7 ist die konkrete Problemlösung. Es geht immer um Probleme, die gelöst werden müssen. Auch hier wieder ein kleines Beispiel: Ich war einmal auf einer Messe unterwegs, es war eine Karrieremesse, wir waren mit der Firma an unserem Stand und haben potenzielle Bewerber angesprochen. Ganz am Ende dieser Veranstaltung kam ein etwas älterer Herr zu uns und sprach aber mit uns nicht über unsere verfügbaren Stellen und die Job-Profile, sondern versuchte, uns sein Produkt zu verkaufen, und zwar einen Buchständer. Vielleicht kennt ihr das, die gibt es manchmal aus Holz, gerade so in Kirchen, wo dann die Bibel aufgeklappt darauf liegt. Und er hatte so ein Ding entwickelt, aus Plastik bzw. ich glaube, es war sogar aus Pappe, was man sehr variabel verschieben konnte und jede Menge Bücher darauf bauen konnte. Gut, wir waren interessiert an diesem Herrn und fragten uns natürlich, was das jetzt konkret sei, was er uns denn da anbieten wollen würde, und er zeigte uns Bilder, zeigte, wie er drei, vier, fünf Jahre an diesem Ding entwickelt hat, zeigte uns seinen Lagerbestand, wie viel tausend Exemplare er hatte, nur es änderte alles nichts. Er war auf einer Karrieremesse, er sprach mit IT-lern von einem IT-Unternehmen, dem er versuchte, sein Produkt zu verkaufen, was eigentlich komplett am Bedarf dieser Menschen, mit denen er sprach, vorbei war, denn erstens waren die Bücher, die wir hatten, nicht so groß, dass wir dafür einen Buchständer bräuchten, zweitens bräuchten wir generell keinen Buchständer, selbst wenn wir so große, dicke Bücher hätten, und drittens: Wer benutzt heute schon noch Buchständer zu Hause, um da ein riesiges dickes Buch daraufzustellen, und wer hat noch so große Bücher, wofür man so einen Buchständer bräuchte? Diverse Gründe, warum er komplett zur falschen Zeit am falschen Ort war.
Deswegen sage ich: Ich gebe dieses Beispiel jetzt hier an der Stelle, um einfach noch einmal zu vermitteln, es geht um eine konkrete Problemlösung. Er hat ein Problem erkannt, womöglich, dass die Leute zu wenig Buchständer haben oder dass das Halten von schweren Büchern zu schwer ist. Ich bin mir aber nicht ganz sicher, ob er tatsächlich einfach nur diesen Buchständer entwickeln wollte, um ihn dann zu verkaufen, oder ob er tatsächlich an einer konkreten Problemstellung dieses Produkt entwickelt hat. Und wenn man das an einer konkreten Problemstellung entwickelt, dann hat man doch sicherlich auch eine Zielgruppe, die man dazu ansprechen kann, die aber wahrscheinlich nicht auf einer Karrieremesse unterwegs ist. Egal, ich denke, der Punkt ist klargeworden. Es geht im Internet immer um konkrete Problemlösungen, und dafür kann man beispielsweise auch Google befragen. Es gibt Webseiten - wird in den Showdowns verlinkt - die listen auf, welche Fragen Google gestellt werden. Also z.B.: Mir fallen ständig die Bilder von der Wand, was tun? So, und da kann man sein Produkt jetzt entwickeln. Entweder ist es ein physisches Produkt, mit dem man wesentlich besser seine Bilder an der Wand befestigen kann, oder es ist eine Anleitung, wie man Hammer und Nagel adäquat benutzt. [19:58]

Und da sind wir auch schon am letzten Punkt dieser Auflistung, Punkt Nummer 8: Denkt nicht ans Geld. Nein, im Ernst: Hör auf, ans Geld zu denken. Das ist ein Punkt, der mir persönlich auch sehr schwerfällt. Das ist aber auch okay, weil uns gerade bestimmte Experten im Internet immer wieder glauben machen wollen, dass es unheimlich einfach ist, im Internet Geld zu verdienen. Und es gibt auch viele Bilder von Lamborghinis und dicken Uhren, gerade auch im Network-Marketing tolle Traumstrände und die Leute leben in Saus und Braus, und man gewinnt den Eindruck: "Boah, das will ich auch, geil, das kann doch eigentlich gar nicht so schwer sein. Wenn die das können, kriege ich das auch hin." So, aber das ist schon einmal der erste Punkt. Wer mit der Motivation in ein Online Business, ein eigenes Unternehmen geht, "Ich will damit möglichst viel Geld verdienen", startet bereits mit einer gewissen Toxi[zi]tät. Was ich damit sagen will, ist: Wer nur das Ziel hat, Geld zu verdienen, der kann auch in seinem Job bleiben, denn da kriegt er ja Geld. Es geht aber bei einem Online Business um viel mehr, nicht nur darum, dass man Geld verdienen will, auch dass man viel und schnelles Geld verdienen will, ist im Online Business in den meisten Fällen nicht der Fall. Es dauert mindestens zwei bis drei Jahre, bis tatsächlich vernünftige Umsätze erwirtschaftet werden, mit denen man dann tatsächlich auch seine Träume und sein Leben so leben kann, wie man sich das vorstellt. Wenn man das aber tut, mit dem ersten und alleinigen Ziel, genau diese Beträge zu erwirtschaften, wird diese Motivation so oder so nicht lange halten. Und darum geht es aber, deswegen ist es so wichtig, im Internet sein eigenes Warum zu finden, um die Motivation aufrecht zu halten, diesen langen Weg von zwei bis drei Jahren überhaupt gehen zu können. Versteh mich bitte nicht falsch: Ein Online Business ist kein karitativer Verein, es geht natürlich darum, dass man auch mit dem, was man da tut, Geld verdient und Umsätze erwirtschaftet, denn sonst können Unternehmen nicht existieren, ohne dass Geld reinkommt. Aber es darf eben nicht die erste Motivation sein. Die erste Motivation muss immer sein, dass man den Menschen helfen möchte, so blöd und abgedroschen das auch klingt. Der erste Gedanke ist: Ich möchte ein Problem meiner Zielgruppe lösen. Meine Motivation mit den Online Business Experten ist es beispielsweise, mehr Menschen zu ermöglichen, den Weg aus einem frustrierenden Nine-to-Five-Job in ein freiheitsverschaffendes Online Business zu finden. Das ist meine persönliche Motivation. Ich stelle mir Kunden vor, die ich später einmal haben werden, denen ich klar erkläre, von A bis Z, ohne Risiko, ohne finanzielle Einschränkungen, wie sie ein Online Business aufbauen können, und die Leute kommen plötzlich aus ihrer Frustration heraus, sehen wieder Licht am Ende des Tunnels, freuen sich des Lebens und gehen in eine wirklich hell scheinende Zukunft mit ihrem Online Business, und können sich im Prinzip gar nicht mehr vorstellen, warum sie all die Jahre hinter ihrem Schreibtisch so geklemmt haben. Das ist mein Zielaspekt, das möchte ich erreich. Und da spielt natürlich Geld nachher eine Rolle, aber so, wie es Sebastian Krämer in einem der zukünftigen Interviews sagen wird: "Geld ist, wenn man das Warum gefunden hat, nur ein Abfallprodukt." [23:12]

Das sind die acht Grundwerte eines Online Business, so wie ich es ja aus den letzten Interviews herauskristallisiert habe. Ich freue mich sehr auf die weiteren Interviews und hoffe, dass sie euch auch entsprechende Einsichten in ein Online Business geben, euch unterstützen, und dass ihr Menschen findet, die euch zeigen können, wie ihr das, was ihr womöglich dann jetzt bald vorhabt, auch tatsächlich umsetzen könnt. [23:36]